Zug-Redesign sichert Verkehrsvertrag ab

DB Regio-Manager Frederik Ley, go.Rheinland-Geschäftsführer Marcel Winter und VRR-Chef Oliver Wittke (v.l.); Foto: go.Rheinland GmbH/Salome Roessler

Die DB-Einheit S-Bahn Rheinland setzt die Modernisierung ihrer Züge fort. Zwei weitere Baureihen, 99 Fahrzeuge, erhalten nun, finanziert durch go.Rheinland und VRR, ein Redesign. Für die Umsetzung kommt neben DB Regio ein weiteres Unternehmen zum Zuge.

Nachdem 24 überholte Bahnen der Baureihe ET 424 bereits seit April 2024 wieder im Netz unterwegs sind, sei durch die Modernisierung auch der Baureihen ET 422 und ET 423 nun „die Erfüllung des Verkehrsvertrags S-Bahn Rheinland Stufe 1 sichergestellt“, betonte eine go.Rheinland-Sprecherin gegenüber der NaNa. Die Vertragsdauer belaufe sich inklusive Optionen auf maximal elf Jahre bis Dezember 2034. „Für diesen Zeitraum sind die 123 Fahrzeuge vertraglich von den Aufgabenträgern bei DB Regio gesichert worden“, so die Sprecherin. Danach könne DB Regio sie wieder frei einsetzen.

Insgesamt investieren der Zweckverband go.Rheinland und der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) einen „dreistelligen Millionenbetrag“ in das Redesign aller 123 Züge. Die Kostenverteilung entspreche den Anteilen nach Zugkilometern der beiden Aufgabenträger im Projekt S-Bahn Rheinland. Rund ein Viertel trage der VRR und drei Viertel go.Rheinland, so die Sprecherin. Die Mittel kämen ausschließlich von den beiden Aufgabenträgern. DB sei an den Kosten nicht beteiligt.

Für die Umsetzung des Redesigns innerhalb einer fest geregelten Zeitspanne sei DB Regio verantwortlich, erfuhr die NaNa. Mit dem Umbau sind Talbot in Aachen sowie die DB Regio-eigene Werkstatt in Hannover beauftragt, teilte DB-Sprecher NRW Dirk Pohlmann der Redaktion mit.

Bei der Präsentation eines ersten runderneuerten ET 422 im Kölner Hauptbahnhof ließ go.Rheinland-Geschäftsführer Marcel Winter wissen, weitere Verbesserungen der Aufenthaltsqualität würden dann „ab Ende der 2020er-Jahre“ auch die ebenfalls gemeinsam mit dem VRR bestellten Neufahrzeuge bringen.

Neben einer neuen Außenlackierung und teils neuen Böden und Polstern sollen die beiden Reihen künftig über WLAN, Steckdosen und USB-Anschlüsse verfügen. Ebenso wird es eine größere digitale Fahrgastinformation geben sowie erweiterte Videoüberwachung, neue Einstiegsbeleuchtung und Seitenanzeiger mit besserer Linienerkennung. (dhe)

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