Umbau in Offenbach

Dichtere Taktzeiten, längerer Linienbetrieb und umweltfreundliche Elektrobusse: Die Offenbacher Verkehrs-Betriebe (OVB) arbeiten gleich an einer Reihe von Vorhaben.

Dichtere Taktzeiten, längerer Linienbetrieb und umweltfreundliche Elektrobusse: Die Offenbacher Verkehrs-Betriebe (OVB) arbeiten gleich an einer Reihe von Vorhaben.

Zwei große Projekte nimmt das Mobilitätsunternehmen aus der Stadtwerke-Gruppe in Angriff: Zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2018 wird der erste Teil des neuen Nahverkehrsplans umgesetzt. Das Leistungsangebot wächst insgesamt um ein Drittel. Gleichzeitig wird die Elektrifizierung der Busflotte vorbereitet.

Das Unternehmen steht damit nach eigenen Worten vor einer der größten Umbaumaßnahmen seiner 134-jährigen Geschichte. Geschäftsführerin Anja Georgi: "Mit dem dynamischen Wachstum Offenbachs nehmen auch die Mobilitätsanforderungen zu. Gleichzeitig stehen wir vor der Aufgabe, die Menschen möglichst umweltfreundlich zu befördern, um unsere Stadt von Luftschadstoffen zu entlasten." Sowohl die Verdichtung der Taktzeiten auf bis zu 7,5 Minuten und die Ausweitung des Bedienungszeitraums bis 1.45 Uhr als auch die Elektrifizierung der Busflotte erfordern eine umfassende Modernisierung der Infrastruktur. Olaf Ortmann, Leiter Betrieb und Technik: "Wir müssen den Standort in der Hebestraße elektrifizieren und die Bestandsgebäude optimieren."

Beginnend mit dem Fahrplanwechsel wird der Nahverkehrsplan umgesetzt. Das auf fünf Jahre ausgelegte Konzept sieht in der ersten Phase die Verdichtung der Taktzeiten und die zeitliche Ausweitung des Angebots vor. In einer zweiten Phase soll zum Fahrplanwechsel 2019 das Liniennetz erweitert werden. Durch den neu aufzustellenden Fahrplan kommen auf die Fahrgäste zum Jahreswechsel 2018/2019  Veränderungen auf nahezu allen Linien zu. Das Unternehmen, das sein Angebot von 3,28 auf 4,47 Mio Jahreskilometer steigern wird, nimmt für diesen Ausbau im Dezember weitere 15 Diesel-Busse in Betrieb und will bis dahin zusätzlich 50 neue Fahrer einstellen.

Der "Zeitfahrplan" für die Umstellung auf Elektromobilität sieht die Inbetriebnahme der ersten sieben E-Busse gegen Ende des Jahres 2019 vor. Bis 2023 sollen nicht 27, wie ursprünglich noch im Nahverkehrsplan vorgesehen, sondern bereits 36 Stadtbusse elektrisch betrieben werden. Das entspricht etwa 45 Prozent der gesamten Fahrzeugflotte. (mab/NaNa)

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