Üstra erhält neues Kundenzentrum

Aus diesem Modehaus wird ein Kunden- und Servicezentrum für den Nahverkehr. Foto: Achim Uhlenhut

Die Üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe AG und die mit ihr als Gemeinschaftsbetrieb geführte Regiobus Hannover GmbH bekommen nebst Verkehrsverbund ein neues Servicezentrum.

Bis voraussichtlich 2028 wird ein ehemaliges Herrenmodehaus unmittelbar an Hannovers zentralem Platz „Kröpcke“ zum neuen Kundenund Servicezentrum der Verkehrsbetriebe umgebaut. Damit rückt dieses ganz nahe an die wichtigste und fahrgaststärkste Tunnelstation Kröpcke heran. In deren Minus-Eins-Ebene und in Sichtweite des kommenden Standorts hatte sich das erste größere Üstra-Kundenzentrum ab 1975 befunden, bevor es dem Umbau der Anlagen und anderen Nutzungen wich. Seit 1999 ist es wenige hundert Meter entfernt in einem vormaligen Bekleidungshaus zu finden. Dort läuft der Mietvertrag Ende April 2027 aus, am Gebäude soll es Modernisierungsbedarf geben. Das nun gewählte neue Domizil mit Eingängen von zwei Straßen steht nach jahrzehntelanger Nutzung als mehrgeschossiges Modehaus „Wormland“ derzeit leer. Es wird von der Üstra nun umgebaut. Dafür sind knapp 5 Mio Euro (kreditfinanziert) angesetzt. Die jährliche Miete soll 1 Mio Euro betragen – diese Höhe hatte in Hannover für Aufsehen gesorgt, zumal die Üstra damit andere Interessenten überboten haben soll. Ende Juni haben die politischen Gremien der letztlich die Kosten ausgleichenden Region Hannover zugestimmt.

Der Betrieb eines Servicezentrums für Vertriebs- und Beratungsleistungen ist im Öentlichen Dienstleistungsvertrag (ÖDA) festgeschrieben, dieser wird entsprechend verändert. In der Bilanz der Üstra wird die „anlassbezogene Anpassung der Sollkosten für den entstehenden Mehraufwand“ dann durch Vertragspartner und Aufgabenträger Region Hannover ausgeglichen. In der Beschlussvorlage für die Regionspolitik wurde auf die „zentrale Bedeutung“ hingewiesen, da das Servicezentrum „als wichtigste Anlaufstelle für den direkten Kundenkontakt dient und wesentlich zur Servicequalität sowie zur Sichtbarkeit des Unternehmens im Stadtbild beiträgt“. Auch im Zeitalter zunehmender Digitalisierung bleibe „eine zentrale und gut erreichbare persönliche Servicestelle für die Fahrgäste von hoher Bedeutung“. Erreichbarkeit und Sichtbarkeit dürften am zentralen Standort mit Zugang von zwei Einkaufsstraßen sowie von und zur U-Station direkt vor der Tür bestens sein. Auch ist daran gedacht, nach dem Umbau zusätzliche Aufgaben im Gebäude zu integrieren, ergänzt um eine dialogorientierte Komponente für „neue Service- und Informationsformate“. (ht)

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