Tarifstrukturreform im NVV
Statt des bisherigen Tarifsystems mit insgesamt zwölf Preisstufen wird es künftig nur noch drei Preisstufen geben. Dabei umfasst der Bereich „Lokal“ Fahrten innerhalb einer Stadt oder Gemeinde. Unter der Überschrift „Kreis“ werden Fahrten innerhalb eines Landkreises zusammengefasst. Die Bezeichnung „Nordhessen“ steht für Fahrten durch zwei oder mehr Landkreise. Für Fahrten innerhalb der Stadt Kassel gilt weiterhin ein eigener Stadttarif. Hintergrund ist das besonders dichte Nahverkehrsangebot mit Bus-, Tram-, Regiotram- und Regionalzuglinien. Für die aufgeführten Preisstufen werden laut Verbund neue, klar nachvollziehbare Preise gelten. Über die konkreten Preise will der NVV „rechtzeitig vor Inkrafttreten der Tarifstrukturreform“ informieren.
Den bisherigen Kassel-Plus-Tarif wird es im neuen System nicht mehr geben. Vielmehr zählen künftig die Stadt Kassel, alle Kommunen im Landkreis Kassel sowie die niedersächsischen Städte Hannoversch Münden und Staufenberg zur selben Tarifzone. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren zahlen künftig 2 Euro für ein Einzelticket (U18-Ticket), unabhängig davon, ob sie in einer Kommune, einem Landkreis oder nordhessenweit unterwegs sind. Kindergartenkinder fahren weiterhin bis zu ihrem 7. Geburtstag kostenlos, wenn sie von einem Erwachsenen mit gültigem Ticket begleitet werden. Stark nachgefragte Ticketangebote wie das 5er-Ticket, das Multiticket (künftig umbenannt in 24h-Ticket) und die Monatskarte wird es weiterhin geben. Wenig nachgefragte Ticketangebote wie die Wochenkarte werden hingegen nicht mehr angeboten. Auch das NVV-Abo bleibt Bestandteil des Sortiments und bietet weiterhin zusätzliche Leistungen wie die Nutzung der 1. Klasse. Der Preis des künftigen 24h-Tickets kann künftig über die Zahl der Mitfahrenden – maximal fünf Erwachsene – bestimmt werden. (mab)