Studie zu Mobilitätsverhalten

Öffentliche Verkehrsmittel haben in Hessen die Corona-Pandemie hinter sich gelassen und das Auto wird weniger genutzt – so lauten zentrale Ergebnisse der Studie Mobicor.

Rund 1300 Menschen hatten dafür Auskunft über ihr Mobilitätsverhalten gegeben. Wie die Studie ermittelte, erreichte der Anteil von Bussen und Bahnen an den täglichen Wegen im Herbst 2022 in Hessen wieder das Vor-Corona-Niveau (13 Prozent), die Autonutzung sank auf weniger als die Hälfte der täglichen Wege (49 Prozent). Insgesamt ist sowohl die Zahl der zurückgelegten Wege als auch deren Gesamtlänge – die Verkehrsleistung – im Jahresvergleich zurückgegangen, was die Studie unter anderem auf den Trend zum Homeoffice zurückführt.

Einen Schwerpunkt legte die Erhebung auf die Erfahrungen mit dem 9-Euro-Ticket. Dabei zeigte sich, dass in städtischen Regionen 53 Prozent der Befragten mindestens einmal das Ticket erworben hatten, in ländlichen Gebieten dagegen nur 37 Prozent. In städtischen Gegenden wurde es auch häufiger genutzt. Insgesamt führte der Fahrschein aber sowohl in städtischen wie ländlichen Regionen zu höheren Fahrgastzahlen bei Bus und Bahn. Wichtigster Grund für den Erwerb war neben dem Preis die Einfachheit. 73 Prozent der Menschen mit 9-Euro-Ticket nutzten häufiger den ÖPNV, einige davon erstmals in ihrem Leben oder nach längerer Pause wieder. (mab)

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