Start für „LieblingsbusfahrerIn 2026“

München war der Schauplatz für den Auftakt zur vierten Runde des Wettbewerbs; Foto: VDV
Im Netz unter lieblingsbusfahrerIn.de können Fahrgäste ihre Geschichten, Danksagungen oder Bilder direkt hochladen und ihre persönlichen Heldinnen und Helden am Steuer nominieren. Initiiert vom Fahrgastverband Pro Bahn, DB Regio und dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) rückt die Aktion rund 100.000 Busfahrerinnen und Busfahrer von öffentlichen Unternehmen und privaten Busbetreibern im Nah- sowie – neu – im Fernbusverkehr in den Mittelpunkt. Der bundesweite Startschuss fiel bei Flix in München – zugleich wurde dort der Sonderpreis „Münchener LieblingsbusfahrerIn 2026“ ausgelobt. 2025 wurden mehr als 2300 Einsendungen gezählt.
Fahrgäste aus ganz Deutschland sind aufgerufen, ihre positiven Erlebnisse im Bus zu teilen und diejenigen zu nominieren, die mit Engagement, Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft ihren Alltag bereichern. Eine Jury wählt aus allen Einsendungen die Top 30, aus denen die bundesweiten Siegerinnen und Sieger ermittelt werden. Die Auszeichnung erfolgt am 15. Oktober 2026 in Berlin. Dabei warten auf die prämierten Fahrerinnen und Fahrer sowie auf die Fahrgäste, deren Geschichten oder Danksagungen ausgezeichnet werden, Sach- und Geldpreise. Auch in diesem Jahr sind zusätzlich regionale sowie unternehmensweite Auszeichnungen möglich. Der Wettbewerb weist vier Kategorien auf: „Alltagsheld:innen“, „Außergewöhnliche Leistung“, „Schulbus“ und, wie eingangs erwähnt, neu „Fernbus“.
Rund 100.000 Busfahrerinnen und Busfahrer sichern täglich die Mobilität in Deutschland. Gleichzeitig fehlen bundesweit zehntausende Fahrerinnen und Fahrer. Jährlich gehen etwa 6000 Mitarbeitende im Fahrdienst altersbedingt in den Ruhestand. Bis 2030 werden im ÖPNV rund 21 Prozent mehr Beschäftigte benötigt, um Angebot und politische Zielsetzungen aufrechterhalten zu können. Bereits derzeit geben rund 50 Prozent der Unternehmen an, ihr Angebot zeitweise personalbedingt einschränken zu müssen. Ingo Wortmann, Präsident des VDV: „Wir brauchen nicht nur neue Kolleginnen und Kollegen, sondern auch die Anerkennung für diejenigen, die im Dienst sind. Der Wettbewerb zeigt, wie wichtig Respekt, gesellschaftliche Wertschätzung und Schutz vor Übergriffen für die Attraktivität des Berufs sind.“ Gleichzeitig unterstütze man ausdrücklich die Reformvorhaben des Bundes zur Modernisierung der Fahrschulausbildung und zur Vereinfachung der Berufskraftfahrerqualifikation. Der Zugang zum Beruf müsse schneller, digitaler und bezahlbarer werden. (mab)