Schwebebahn-Wagenhalle wird erneuert

Gruppenfoto mit Minister (v. l.): WSW-Projektleiterin Martina Langer, WSW-mobil-Geschäftsführerin Sabine Schnake, Wuppertals Oberbürgermeister Uwe Schneidewind, Oliver Krischer, Leiter Technik Verkehr und Betriebsleiter Schwebebahn bei den WSW Christian Kindinger, Ressortleiter „Bauen und Wohnen“ Jochen Braun und Geschäftsführerin der BUGA Wuppertal Susanne Brambora-Schulz; Foto: WSW

Die historische Schwebebahn-Wagenhalle in Wuppertal-Vohwinkel muss erneuert werden. Der Schwebebahn-Betrieb wird dafür wohl für zwölf bis 15 Monate unterbrochen.

Auf Einladung der Wuppertaler Stadtwerke (WSW) informierte sich Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) über die Pläne, die derzeit noch unter Vorbehalt stehen. Im Gespräch mit WSWArbeitsdirektor Markus Schlomski und WSW-mobil-Geschäftsführerin Sabine Schnake sowie Christian Kindinger, Leiter Technik Verkehr und Betriebsleiter Schwebebahn bei den WSW, ging es neben gestalterischen Aspekten vor allem um die funktionalen und betrieblichen Anforderungen an eine neue Wagenhalle, aber auch um Herausforderungen und Möglichkeiten der Finanzierung des Bauvorhabens.

Notwendig wird die Erneuerung, weil das Tragwerk der derzeitigen Wagenhalle, ein Relikt aus der Ära des Kaiserwagens, nach mehr als 120 Jahren das Ende seiner Lebensdauer erreicht. Zudem entspreche die Wagenhalle nicht mehr den Anforderungen eines modernen Schwebebahnbetriebs. „An einem Neubau der Wagenhalle geht kein Weg vorbei“, betonte Schnake. „Nur durch eine Erneuerung der Halle können die Wuppertaler Stadtwerke auch künftig einen zuverlässigen Betrieb der Schwebebahn gewährleisten.“ Der Minister zeigte sich beindruckt von den geplanten Maßnahmen: „Die Schwebebahn ist nicht nur weltweit bekannt und touristisches Highlight der Stadt, sondern auch wesentlicher Bestandteil der Mobilitätswende. Nachdem in den vergangenen Jahren das Schwebebahn-System mit Mitteln des Bundes und Landes erneuert und barrierefrei ausgebaut wurde, ist es nun erforderlich die für weitere Taktverdichtungen notwendigen Abstell- und Werkstattkapazitäten herzustellen.”

Die derzeitigen Pläne sehen zwei Bauphasen vor. Die erste Phase umfasst den Bau eines neuen Umspannwerks, einer Gasstation und des Instandhaltungsbereichs der neuen Wagenhalle. Die zweite Bauphase, wird den Abriss und Neubau der Wagenhalle beinhalten. Dies wird eine Betriebsunterbrechung der Schwebebahn von voraussichtlich zwölf bis 15 Monaten nach sich ziehen. Diese Unterbrechung ist laut WSW notwendig, da die Wagenhalle sowohl als Stellplatz als auch als Werkstatt für die Schwebebahnwagen dient. Klar sei, dass der Betrieb der Schwebebahn während der Bundesgartenschau 2031 gewährleistet wird. Die Pläne basieren auf einer Machbarkeitsstudie. Kindinger: „Die Ausschreibung eines Generalplaners läuft, und erst mit dessen Auswahl können die endgültigen Planungen beginnen, was voraussichtlich im Herbst geschehen wird.“ (mab)

Teilen
Drucken
Nach oben