Positionspapier zum „Vertrieb der Zukunft“

Die Arbeitsgruppe Tarif und Vertrieb des Bundesverbands SchienenNahverkehr (BSN) und der Deutschlandtarifverbund (DTV) legen gemeinsam ein Positionspapier zum „Vertrieb der Zukunft“ vor.

Ziel ist ein Vertrieb, der persönliche Beratung und digitale Angebote intelligent verbindet sowie den Ticketkauf im Nah- und Regionalverkehr einfacher, moderner und kundenfreundlicher macht. Ein fahrgastorientierter Vertrieb trägt laut BSN und DTV entscheidend zur Attraktivität des Nah- und Regionalverkehres bei. Auch für die Zukunft gelte: Persönliche Beratung bleibt wichtig. Sie werde künftig aber gezielt durch digitale Angebote wie Videoberatung oder Chatbots in Ticket-Apps ergänzt und so ortsunabhängig möglich sein: „Zusammen mit Tarifreformen werden wir so den vielfältigen Kundenbedürfnissen gerecht.“ Gleichzeitig optimiere man auch Vertriebsprozesse und trage zur Kosteneffizienz im System Nahverkehr bei.

Um das zu erreichen, haben sich BSN und DTV auf einen Sieben-Punkte-Plan verständigt. Er soll „den Digitalisierungsschub der vergangenen Jahre“ nutzen, um Vertriebsangebote und Innovationen wie etwa Account-Based-Ticketing schneller in die Praxis zu bringen. Der ÖPNV sichere soziale Teilhabe und orientiere sich gleichzeitig an den technischen und gesellschaftlichen Entwicklungen. Das günstige Deutschlandticket habe Tarifwesen, Vertrieb und Einnahmen der Branche maßgeblich verändert. Um diesen Veränderungen zu begegnen, müsse die Branche wirtschaftlich tragfähige Lösungen finden. Das beinhalte unter anderem die deutliche Reduzierung der Automatenflotte und die vermehrte Umstellung auf bargeldlose Automaten. (mab)

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