NRW-Millionen für Ridepooling

400.000 Euro erhält die Stoag für die Weiterentwicklung des „Revierflitzers“. Foto: STOAG/Philipowski

Insgesamt zwölf Projekte haben 2026 einen Zuschlag im Zuge des 2025er-Aufrufs für eine Förderung von On-Demand-Ridepooling-Diensten in NRW erhalten, erfuhr die NaNa beim Landesverkehrsministerium. Zuletzt hatte die Stoag aus Oberhausen Ende Juli 2026 einen Förderbescheid für ihren Revierflitzer gemeldet.

Die Gesamtfördersumme, die in der Runde an die Städte und Kreise geht, beläuft sich auf 4.415.806 Euro, verteilt jeweils auf drei Jahre, betonte ein Sprecher des NRW-Verkehrsministeriums. Zuwendungsempfänger sind: der Ennepe-Ruhr-Kreis, der Kreis Siegen-Wittgenstein, Erftstadt, Olfen (für das Gemeinschaftsprojekt von Olfen und Nordkirchen), Pulheim, Bedburg, Bergheim, Coesfeld, Elsdorf, Essen, Frechen und Oberhausen.

In Oberhausen fließen allein 400.000 Euro an die Stoag, die ihren Ridepooling-Dienst Revierflitzer verbessern will, teilte Stoag-Sprecherin Alexandra Spiolek der NaNa mit. Bislang bereits im gesamten Oberhausener Stadtgebiet eingesetzt, soll der Dienst im Rahmen einer interkommunalen Zusammenarbeit auf angrenzende Bereiche der Stadt Essen ausgeweitet werden. Zugleich ist geplant, dass auch das On-Demand-Angebot der Ruhrbahn, „Bussi“, seine Bediengrenzen erweitert und ausgewählte Teile des Oberhausener Stadtgebiets anfährt. Die gegenseitige Öffnung der Bediengebiete soll „nahtlosere Verbindungen über Stadtgrenzen hinweg“ ermöglichen, so Spiolek.

Zusätzliche Fahrzeuge seien im Rahmen des Förderprojekts derzeit nicht vorgesehen. Unabhängig davon investiere aber die Stoag „kontinuierlich“ in die Modernisierung der Flotte. Von ursprünglich fünf auf sieben Fahrzeuge erweitert, werde dieses Niveau vorerst beibehalten. Derzeit sollen vor allem störungsanfälligere Fahrzeuge des Typs LEVC schrittweise ersetzt werden. „Perspektivisch“ werde damit auch erreicht, die Revierflitzer-Flotte voll auf emissionsfreie Antriebe umzustellen. Nur die noch im Einsatz befindlichen LEVC seien nicht vollelektrisch, sondern verfügten über einen Plug-in-Hybrid-Antrieb.

Die Umsetzung des aktuellen Förderprojekts erstrecke sich über die kommenden drei Jahre. Mit den ersten Maßnahmen solle „zeitnah“ begonnen werden, so die Sprecherin. Ein konkreter Termin für den Start des interkommunalen Betriebs stehe noch nicht fest. Die Einführung erfordere „optimale Abstimmung zwischen den beteiligten Verkehrsunternehmen“. „Ziel ist es jedoch, die erweiterten Angebote und Verbindungen bereits im kommenden Jahr für die Fahrgäste verfügbar zu machen.“

Auf NaNa-Nachfrage, ob auch bestehende ÖPNV-Angebote mit größeren Gefäßen durch On-Demand-Angebote ersetzt werden könnten, betonte Spiolek, im Rahmen des Förderprojekts werde „geprüft, einzelne NachtExpress-Verbindungen künftig durch On-Demand-Verkehre zu ergänzen und das bestehende Angebot noch gezielter an die Mobilitätsbedürfnisse der Fahrgäste anzupassen“. Dabei sei „selbstverständlich vorgesehen, die Angebote tariflich aufeinander abzustimmen“. Ziel sei, das Angebot „in den Abend- und Nachtstunden weiter zu stärken und zugleich die Flexibilität für die Fahrgäste zu erhöhen“.

Auch im Bereich der Ridepooling-Software solle die Förderung eingesetzt werden, um „zusätzliche Entwicklungspotenziale zu identifizieren“. Ein Fokus sei dabei die städteübergreifende Mobilität. (dhe)

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