Neue Trams im zweiten Anlauf

Görlitz und Zwickau hatten ihren Fahrzeugbedarf gemeinsam ausgeschrieben. Foto: Stadler

Der Bahnhersteller Stadler ist Lieferant der neuen Straßenbahnen vom Typ Tina für Görlitz und Zwickau. Der Vergabezuschlag erging am 15. April 2026, zugleich wurden die Verträge unterzeichnet.

Im Zuge ihrer gemeinsamen Beschaffung von 14 Fahrzeugen erhalten die Görlitzer Verkehrsbetriebe (GVB) nun acht und die Städtischen Verkehrsbetriebe Zwickau (SVZ) sechs der 30 m langen und 2,30 m breiten meterspurigen Niederflur-Trams. Der Zuschlag sei „rechtskonform erteilt“, alle Fristen eingehalten und es laufe kein Nachprüfungsverfahren mehr, bestätigte ein GVB-Sprecher gegenüber der NaNa. Die Investition auf Seiten der GVB belaufe sich auf rund 36 Mio Euro und werde durch Mittel aus dem Investitionsgesetz Kohleregionen gefördert.

Die Neufahrzeuge sollen ab 2028 schrittweise die bisherigen Tatra-Hochflurbahnen KT4D in Görlitz ersetzen. Tatra-Hochflurfahrzeuge sind bislang auch in Zwickau im Einsatz. Über die reine Ersatzbeschaffung sind aus Görlitzer Sicht in den Verträgen aber auch weitere „sechs optionale Fahrzeuge“ vorgesehen, erläuterte der Unternehmenssprecher: „Die GVB und die Stadt Görlitz sind damit zukunftssicher aufgestellt, um auch die Themen Taktverdichtung beziehungsweise Streckenerweiterungen in Betracht ziehen zu können.“

Zur Ausstattung der Niederflur- Trams gehören unter anderem breite Türen, Multifunktionsbereiche und Panoramafenster. Jedes Fahrzeug verfügt über 64 Sitzplätze. Ein Kollisionswarnsystem überwacht den Bereich vor der Straßenbahn. Nach Auslieferung und Inbetriebnahme der neuen Züge würden in Görlitz auch Ansätze zum automatisierten beziehungsweise teilautomatisierten Fahren „betrachtet und gegebenenfalls umgesetzt“, betonte der Sprecher. Parallel zur Fahrzeugbeschaffung seien in Görlitz bereits „notwendige technischen Umbauten und Anpassungen an der Infrastruktur“ für die künftig barrierefreien Trams angelaufen, wie der Görlitzer Oberbürgermeister Octavian Ursu wissen ließ. An mehreren Verkehrsknotenpunkten sind dafür Modernisierungen nötig.

Mit dem Zuschlag endet ein längerer Beschaffungsprozess, nachdem die Vergabe der neuen Straßenbahnen für Görlitz und Zwickau aufgrund der Insolvenz des Herstellers Heiterblick nach Kündigung der Verträge neu gestartet werden musste. Am finalen Angebotsprozess hatten sich noch drei Anbieter beteiligt – neben Stadler waren laut des GVB-Sprechers noch Skoda und Koncar im Rennen. (dhe)

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