KVB schließt Umbau von Stadtbahnen ab

Das Foto zeigt eines der umgestalteten Fahrzeuge im Liniendienst; Foto: KVB/Stephan Anemüller

Die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) schließen ihr Projekt „Umbau 2100er“ ab. Als letztes von 28 Fahrzeugen absolviert die Stadtbahn Nr. 2414 ihren 2000-km-Test und steht uneingeschränkt dem Fahrgastbetrieb zur Verfügung.

Dabei hat die KVB durch die Sanierung alter Fahrzeuge 40,6 Mio Euro weniger ausgegeben als der Erwerb von 28 neuen Stadtbahnwagen gekostet hätte. Der 2000-km-Test, bei dem neue Stadtbahnfahrzeuge vor ihrem Einsatz im Liniendienst noch einmal genau beobachtet werden, ist der letzte Baustein der Fahrzeugzulassung. Zuvor durchlaufen die Fahrzeuge diverse andere Prüfungen und Tests.

Die wirtschaftliche Betrachtung zeige einen soliden Einsatz knapper finanzieller Mittel. Zum Beginn des Projektes wurde die Sanierung eines Stadtbahnwagens mit 1,7 Mio Euro kalkuliert. Dieser Wert konnte nicht ganz gehalten werden. Die erste Abrechnung zum Ende des Projekts ergibt einen finanziellen Aufwand von 1,75 Mio Euro je Fahrzeug. Insgesamt wurden damit circa 49 Mio Euro in die gesamte Serie mit 28 Fahrzeugen investiert. Dabei wurde die KVB durch das Land Nordrhein-Westfalen, unterstützt, das 76 Prozent der Kosten übernahm.

Seit der Fertigstellung des Prototypens im Jahr 2014 wurden durchschnittlich 3,5 Fahrzeuge pro Jahr als 2400er wieder in Betrieb genommen. Beim Umbau der Fahrzeuge in Eigenregie habe der Fachverstand der KVB-Hauptwerkstatt genutzt und vergrößert werden können.

Die Fahrzeuge der Serie 2100 sind seit mehr als 30 Jahren im Einsatz. Durch die Sanierung sollen die neuwertigen Fahrzeuge der Serie 2400 weitere 25 Jahre eingesetzt werden können. Die ersten Hauptuntersuchungen von Stadtbahnen der Serie 2400 verliefen unauffällig. Es konnten bisher keine Auffälligkeiten festgestellt werden, die Grund zum Zweifel an der beabsichtigten Laufleistung geben würden, heißt es von der KVB.

Jedes der 28 Fahrzeuge hat ein umfangreiches Programm durchlaufen. Von der Demontage, Ausbesserung des Wagenkastens, Teileaufbereitung und -überholung über die Komponenten-Neubeschaffung, Lackierung, Einrichtung des Fahrgastraumes und Fahrerstandes bis hin zu den Testläufen und ersten Metern auf dem Gleis erfolgte ein umfassender Erneuerungsprozess.

Die KVB hat inzwischen bewertet, ob sich auch die Fahrzeuge weiterer in die Jahre gekommener Stadtbahn-Serien für eine Sanierung eignen. Innerbetriebliche und externe Gutachten ergaben jedoch, dass die Material- und Verarbeitungsqualität von Stadtbahnen etwa der Serie 2200 nicht so hoch ist wie bei den Fahrzeugen der alten Serie 2100. Eine Sanierung dieser Fahrzeuge würde deshalb viel aufwändiger werden als bei den Fahrzeugen der Serie 2100. Eine Sanierung wäre nicht wirtschaftlich. (mab)

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