Fahrgastzahl stabil, Minus wächst

Erfreulich stabil sind die Fahrgastzahlen bei der hannoverschen Üstra, immer mehr Kunden nutzen insbesondere das subventionierte D-Ticket Job. Foto: Achim Uhlenhut
Die Tarifeinnahmen lagen 2025 bei 137,2 Mio Euro, 17 Mio mehr als 2024. Dies und nach Unternehmensangaben auch ein neues, bundesweites Aufteilungsverfahren beim Deutschlandticket führten zu ungeplanten Umsatzerlösen. Die erste Preiserhöhung bei D-Ticket auf 58 Euro hatte zudem offenbar keine negativen Auswirkungen auf die Nutzerzahlen. Beim regionalen, stark subventionierten und entsprechend nachgefragten D-Ticket Job sind nun verbundweit rund 112.400 Nutzer genannt.
Das wirtschaftliche Ergebnis der Üstra wird für 2025 mit –97,1 Mio Euro angegeben, das sind zwar 7,9 Mio Euro weniger Ausgleichsbedarf als geplant, aber fast 17 Mio Euro mehr als 2024 (–80,3 Mio Euro). Das Bruttoinvestitionsvolumen lag im Jahr 2025 bei 23,3 Mio Euro. Es sei geringer ausgefallen als geplant, unter anderem aufgrund von Lieferproblemen bei Hybridbussen. Anderes wurde bewusst auf 2026 verschoben. Bei den Investitionen lag der Schwerpunkt auf dem Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrobusse (4,4 Mio Euro). Neue Stadtbahnwagen kamen anders als ursprünglich geplant 2025 nicht nach Hannover, investiert wurde in die Aufstockung der sprinti-Kleinbusflotte, in das WLAN für Fahrgäste sowie in die Ausstattung eines neuen externen Lagers, das 2025 das eigene, werkstattnahe Hauptlager ersetzte.
Aktuell sind bei der Üstra 351 Stadtbahnwagen dreier Bauarten und 157 eigene Busse, davon 49 Elektro- und 104 Hybridfahrzeuge, im Einsatz. Hinzu kommen Dieselbusse und auch erste Elektrobusse von Subunternehmen. Als Mitarbeitende nennt die Üstra 2615 Menschen (2533 im Vorjahr), darunter 107 (108) Auszubildende. Der Frauenanteil in der Belegschaft konnte erneut auf nun 22,2 Prozent (588 Frauen) gesteigert werden, im erst drei-, dann zweiköpfigen Vorstand lag er stabil bei 100 Prozent. Die Zahlen und Leistungen der wirtschaftlich eigenständigen Regiobus Hannover GmbH, mit der die Üstra seit Jahresanfang als Gemeinschaftsbetrieb geführt wird, sind in allen Daten nicht enthalten. (ht)