Einkaufsgemeinschaft Busse gegründet

Das Foto zeigt (v. l.) Klaus Sedelmeier, WBO-Vorsitzender und IGP-Vorstand, Katja Fellmeth, kaufmännische Leitung IGP, Yvonne Hüneburg,

WBO-Geschäftsführerin und IGP-Vorständin, sowie Franz Schweizer, stellvertretender WBO-Vorsitzender und IGP-Mitglied; Foto: WBO

Der Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmen (WBO) und die Interessengemeinschaft des Personenverkehrsgewerbes in Baden-Württemberg eG (IGP) haben eine Einkaufsgemeinschaft (EG) Busse gegründet.

Hintergrund: Baden-Württemberg setzt die Zeichen im Verkehr gezielt auf Transformation. Das Landesmobilitätsgesetz – dessen Entwurf innerhalb der Regierungskoalition von Grünen und CDU umstritten ist – will insbesondere im ländlichen Raum die Antriebswende forcieren.

„Wir sehen in der Verkehrswende mehr als nur die Umstellung auf E- oder Wasserstoffbusse“, erklärt WBO-Geschäftsführerin Yvonne Hüneburg. „Gerade im ländlichen Raum sind klimaneutrale Kraftstoffe beziehungsweise Biogasbusse (in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft) als Brückentechnologie absolut sinnvoll und effektiv.“ Der WBO teilt die Meinung des Verkehrsministeriums, dass E- oder Wasserstoffbusse insbesondere in den Städten zum Klimaschutz beitragen werden. „Dort werden langfristig Dieselflotten transformiert werden.“ Dazu will die Buswirtschaft mit ihrem Know-how und Wissen ihren Beitrag leisten – mit einer Einkaufsgemeinschaft Busse.

In einer Sondersitzung haben Aufsichtsrat und Vorstand der IGP Mitte Juli die Einkaufsgemeinschaft Busse Baden-Württemberg, kurz „EG Busse“ gegründet. Die Geschäfte führen Hüneburg und der WBOVorsitzende Klaus Sedelmeier, beide Vorstandsmitglieder der IGP. Damit greifen WBO und IGP den Ball des Landesverkehrsministeriums auf, das angeregt hatte, die Beschaffung von Bussen im Land in größeren Einheiten zu tätigen, um in diesem neuen Bereich Standardisierung zu fördern und damit Skaleneffekte, sprich Kostenvorteile, zu erzielen.

„Busunternehmen produzieren aus einer Hand, dazu gehören die Fahrzeuge und die Ladeinfrastruktur“, betont Sedelmeier. Aus der Genehmigung folge die Betriebspflicht. „Einsatzfähigkeit, Pünktlichkeit, Sauberkeit – das sind Qualitätsmerkmale des Öffentlichen Verkehrs, für die unsere Mitgliedsunternehmen die Verantwortung tragen. Fahrzeugeinkauf ist damit Unternehmenssache, von daher ist die Einkaufsgemeinschaft die logische Schlussfolgerung.“

Auch beim Thema Ladeinfrastruktur seien die Unternehmen aktiv. „Die Ladeinfrastruktur gehört zum Betrieb und daher auf den Betriebshof“, stellt Sedelmeier fest. Schließlich müsse das Fahrzeug während des Ladevorgangs gereinigt und überwacht werden. „Die Experten sind sich einig: Das Laden auf dem Betriebshof sichert die Funktionskette. Schnittstellen gefährden die Leistungserbringung – das führt nicht zum besten Ergebnis. Gut, dass es hier bereits Erfahrungen im In- und Ausland gibt, die das so bestätigen.“ (mab)

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