Digitalisierung: Allianz fordert Tempo
Damit hinkt Deutschland im europäischen Vergleich hinterher: Laut Zahlen von SCI Verkehr sind bereits neun Prozent des europäischen Schienennetzes mit ETCS ausgestattet. Mit der nun eingerichteten ERTMS-Koordinierungsstelle zur Steuerung aller Maßnahmen rund um die Digitalisierung der Schiene in Deutschland sei jedoch ein wichtiger Schritt getan, um künftig schneller voranzukommen. Die Allianz pro Schiene fordert, im nächsten Schritt müsse eine Förderrichtlinie für die anstehende Umrüstung der vorhandenen Fahrzeuge folgen. Die einzelnen Bausteine für die Digitalisierung der Schiene und Fahrzeuge würden längst vorliegen, nun gelte es, sie zu ordnen und systematisch zusammenzufügen. Denn Schienenwege und Fahrzeuge bräuchten „dringend ein Update“ in Sachen Digitalisierung, damit Bahnen im grenzüberschreitenden europäischen Verkehr dieselbe Sprache sprechen.
Sowohl Infrastruktur als auch Fahrzeuge müssen für ETCS umgerüstet werden: Die bisher übliche Signaltechnik an der Strecke wird ersetzt – die Informationen landen künftig direkt digital im Führerstand beim Lokpersonal. Auf die Unternehmen im Personen- und Güterverkehr auf der Schiene kommen dabei laut Allianz hohe Kosten für die Umrüstung ihrer Fahrzeuge zu. Laut Allianz dürfen die Unternehmen mit diesen Investitionen nicht allein gelassen werden. (mab)