Die Üstra senkt den CO₂-Ausstoß

Die Üstra aus Hannover macht Fortschritte beim Klimaschutz: 2025 verursachte eine Fahrt mit einem Stadtbus oder einer Stadtbahn im Schnitt 9,3 Gramm CO₂ pro Personen-km. Damit hat das Verkehrsunternehmen seinen bislang niedrigsten Wert erreicht.

Der neue Bestwert zeigt, dass unsere Investitionen in moderne Fahrzeuge und energieeffiziente Technik wirken“, kommentierte Üstra-Chefin Elke Maria van Zadel. Zugleich räumte das Unternehmen ein, dass der aktuelle Energiebericht lediglich für die Üstra AG erstellt werde. Die Zahlen spiegeln also nicht die Situation einschließlich der Einheit Regiobus wieder, die seit April 2024 unter der Dachmarke Üstra betrieben wird „und mit dieser seit Januar 2025 in einem Gemeinschaftsbetrieb tätig“ sei, wie ein Sprecher der NaNa erläuterte. Regiobus bestehe „formal noch als eigenständiges Unternehmen“.

Auch der On-Demand-Dienst sprinti wurde im Energiebericht laut des Sprechers bisher nicht berücksichtigt. Die Fahrzeugflotte dort umfasse aktuell 130 Fahrzeuge, von denen knapp 50 Prozent elektrisch betrieben würden. Damit scheint die Üstra mit ihren Antriebswende-Plänen vorangekommen zu sein. Im Frühjahr war kommuniziert worden, dass 20 ID.Buzz (bereits seit April) und 40 VW-eCaravelle beschafft wurden beziehungsweise werden sollten, um „nahe 50 Prozent“ Elektrifizierung zu erreichen. Unter dem Strich hat die Üstra seit 2011 mit dem aktuellen Gesamtwert laut Energiebericht ihren CO2-Ausstoß um rund 84 Prozent reduziert. Das Unternehmen zieht den Vergleich, dass die auf 10 km hochgerechnete Menge von 93 Gramm CO2 von einem Pkw im Schnitt bereits auf unter 1 km erreicht werde.

Als Hebel für die Reduktion nennt das Unternehmen zum einen ihre „modernen Stadtbahnen“. Eine Besonderheit ist hier, dass beim Bremsen Strom zurückgewonnen und in das Fahrleitungsnetz gespeist wird – 2025 laut Bericht im Umfang von 44,2 Mio kWh. Weitere Effizienzvorteile werde der neue Stadtbahntyp TW 4000 bringen, der die Baureihe TW 6000 ersetzen soll beziehungsweise mittelfristig auch die Baureihe TW 2000, wie der Üstra-Sprecher auf Nachfrage betonte. „Bisher ist die Förderung für 42 plus 17 Fahrzeuge durch das Land Niedersachsen zugesagt.“

Weitere Einsparbeiträge lieferte vor allem der Ausbau der Elektrobusflotte, die sich aus 31 Solo-Elektrobussen und 18 Gelenk-E-Bussen zusammensetzt. „Diese sind, wie durch die Elektrobusoffensive geplant, auf allen Innenstadtlinien unterwegs“, betonte der Sprecher. Die Flotte und auch die Ladestruktur würden „weiter ausgebaut“.

Sowohl für ihre Busse als auch die Stadtbahnen bezieht die Üstra ausschließlich Grünstrom, bestätigte der Sprecher. „Die CO2-Freiheit unseres Stroms erhöht zwar den Preis, aber ein möglichst geringer CO2-Ausstoß ist für die Üstra eine Investition in die Umwelt, Nachhaltigkeit und somit auch in die Zukunft.“ Aktuell liefere die kommunale Schwester enercity den Strom, das gelte bis 2030.

Für weiteres „Grün“ in der Üstra-Bilanz sorgt die Nahmobilität, also das Leihradsystem sprintRad, das 2025 knapp 750.000 Fahrten verzeichnete. (dhe)

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