BSN: Plan zum Schutz des Nahverkehrs

Der Bundesverband SchienenNahverkehr (BSN) hat einen Fünf-Punkte-Plan zur Absicherung der Nah- und Regionalverkehre für die Zukunft vorgestellt.

Im deutschen Schienennetz träfen derzeit ein hohes Angebot und dichte Zugfolgen im Nah- und Fernverkehr auf kapazitiv beanspruchte Strecken und überlastete Knoten. Die SPNV-Aufgabenträger legen mit ihrem Fünf-Punkte-Plan Handlungsoptionen dar, mit denen der Nahverkehr geschützt und insgesamt das Personenverkehrsangebot verbessert werden könne: Der erste Punkt sieht vor, dass der Deutschlandtakt als langfristige Perspektive aufrechterhalten und Projekte auch umgesetzt werden müssen. Zweitens müsse ein unabhängiger Gutachter einen Verkehrsartenmix festschreiben, der den Verkehrsarten auf überlasteten Strecken ihre Trassen sichert und sie schützt. An dritter Stelle folgt, dass längere Züge mehr Kapazität ohne zusätzliche Knotenbelastung schaffen sollen. Dafür brauche es gezielte Investitionen in die Stationsinfrastruktur (etwa Bahnsteigverlängerungen). Viertens müsse der Bund den Deutschlandtakt und bestehende integrierte Taktfahrpläne in den Strategischen Leitlinien zur EU-Kapazitätsverordnung verankern. Punkt fünf sieht vor, dass der SPNV über eine verpflichtende Anwendung des § 52 Eisenbahnregulierungsgesetz als vertakteter Verkehr geschützt werden müsse.

BSN-Geschäftsführer Jan Görnemann betonte: „Die Schwächen liegen unter anderem im Höchstpreisverfahren, das bei der Trassenvergabe angewandt werden muss. Der SPNV kann mit langlaufenden Fernverkehren finanziell nicht konkurrieren. Gleichzeitig hat der SPNV eine hohe volkswirtschaftliche Relevanz und trägt die Aufgabe der Daseinsvorsorge für unsere Gesellschaft.“ (mab)

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