„Besser ist nicht gut genug“

Stellten die Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr vor (v. l.): Dr. Michael Peterson, Vorstand Personenverkehr, Martin Seiler, Vorstand Personal und Recht, Evelyn Palla, Vorstandsvorsitzende, Harmen van Zijderveld, Vorstand Regionalverkehr, und Bernhard Osburg, Vorstand Güterverkehr. Foto: DB AG/Christoph Soeder

Die Deutsche Bahn hat im Geschäftsjahr 2025 operativ wieder schwarze Zahlen geschrieben. Der Konzernumsatz ist im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent auf rund 27 Mrd Euro gestiegen.

Das operative Konzernergebnis (Ebit bereinigt) hat sich um 630 Mio Euro auf +297 Mio Euro verbessert. Unter dem Strich bleibt das Jahresergebnis nach Steuern mit –2,3 Mrd Euro aber deutlich negativ. Unter Berücksichtigung der Effekte aus dem Schenker-Verkauf erzielte der DB-Konzern einen Jahresüberschuss von 5,3 Mrd Euro. „Zufriedenheit wäre fehl am Platz“, stellte DB-Chefin Evelyn Palla bei der Vorstellung der Zahlen fest: „Erst wenn wir wieder nachhaltig Jahresüberschüsse erwirtschaften und Investitionen aus eigener Kraft stemmen können, sind wir am Ziel.“ Alle Geschäftsfelder mit Ausnahme von DB Cargo haben 2025 jedoch bereits ein positives operatives Ergebnis erreicht. Die Netto- Finanzschulden sind per 31. Dezember 2025 um 11,9 Mrd Euro auf rund 20,7 Mrd Euro gesunken. „Bei Umsatz und operativem Ergebnis hat die DB 2025 einen wichtigen Schritt nach vorne gemacht. Eine Trendwende zeichnet sich ab. Besser ist aber noch nicht gut genug“, betonte Palla.

Vor allem zwei Sondereffekte haben 2025 das DB-Ergebnis beeinflusst: der erwähnte, vollzogene Verkauf von DB Schenker und eine Wertminderung bei DB Fernverkehr. Letztere hat zu einer hohen Abschreibung geführt. Die vom DB-Konzern fortgeführten Geschäftsbereiche verzeichneten besagten Jahresfehlbetrag von 2,3 Mrd Euro. Eine Abschreibung in Höhe von rund 1,4 Mrd Euro bei DB Fernverkehr „belastete das Jahresergebnis stark“. Grund für die Wertminderung sind künftig geringere Umsatzerwartungen im Fernverkehr. Auch aufgrund der Streckung der Generalsanierungen bis 2036 erholen sich der Zustand der Infrastruktur und die Pünktlichkeit laut Konzern langsamer. Dies wirke sich unmittelbar negativ auf die wirtschaftliche Entwicklung von DB Fernverkehr aus.

Die Brutto-Investitionen sind 2025 auf einen neuen Rekord von rund 22 Mrd Euro gestiegen. Allein rund 19 Mrd Euro flossen davon in die Infrastruktur. Die eigenfinanzierten Netto-Investitionen des DB-Konzerns lagen mit rund 5,9 Mrd Euro auf dem Niveau des Vorjahres. In diesem Jahr investieren Bund und Bahn mehr als 23 Mrd Euro in die Infrastruktur. Palla: „Wenn wir dieses Investitionsniveau halten, haben wir die Chance, den Abwärtstrend bei der Pünktlichkeit zu stoppen. Nichts wird schnell gehen, aber wir bauen konsequent an einem zuverlässigen Schienennetz für die gesamte Branche: 2026 wird ein Superbaujahr.“ 2026 sei „das Jahr des Umbaus und des Aufbruchs“. Man reduziere intern konsequent die Bürokratie. Weniger Bürokratie sei ein Beitrag zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit.

Die DB Regio hat ihr positives operatives Ergebnis auf insgesamt 191 Mio Euro gesteigert. Auch DB Regio Straße mit den Busgesellschaften hat seit acht Jahren zum ersten Mal wieder einen operativen Gewinn eingefahren. Die Zahl der Reisenden im Schienenpersonenverkehr ist 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 Prozent auf 1,93 Mrd gewachsen. Die Verkehrsleistung hat um 2,7 Prozent auf rund 87 Mrd Personen-km zugelegt. (mab)

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