Weiter Streit um Magnetbahn

Für die mögliche Verbindung ist das Transport System Bögl scheinbar eine Option; Foto: Firmengruppe Max Bögl
Debatte. Laut „Berliner Zeitung“ habe sich Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) für eine ergebnisoffene Prüfung einer Strecke von der Urban Tech Republic (UTR) auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tegel nach Westen in große neue Wohnviertel im Spandauer Ortsteil Gartenfeld und weiter zum zentralen Eisenbahn-, S- und U-Bahnknoten am Rathaus ausgesprochen. Damit liegt erstmals ein konkreter Streckenvorschlag für eine Magnetbahn vor, für die das System Bögl im Gespräch ist.
Im nordwestlichen Berliner Bezirk Spandau (246.000 Einwohner) wird seit Jahrzehnten auch über Straßenbahnstrecken diskutiert, allerdings fehlt dafür bisher eine Verbindungsstrecke vom Straßenbahnnetz im Osten Berlins. Die Bezirkspolitik argumentiere auch mit fehlendem Platz für Eigentrassen, während eine aufgeständerte Magnetbahn deutlich weniger Platz benötige und keine Trennungswirkung erzeuge. Eine Machbarkeitsstudie solle den Abschnitt zwischen der UTR und den Wohnvierteln am Havelufer planerisch vertiefen. Anders als erwartet habe sich jedoch die Senatskommission Wohnungsbau am 17. Februar 2026 nicht vertiefend mit dem Thema befasst. Damit liege es weiter an der Senatorin, ob sie tatsächlich eine konkrete Studie vorbereitet und in Auftrag gibt.
Die Opposition bezeichne dagegen die Magnetbahn als „Illusion“ und als eine „Eskalationsstufe“ der Spandauer Straßenbahngegner, die jahrelange Planungsvorleistungen für eine Straßenbahn „in die Mülltonne“ befördern wollten. Konkret würde auch eine Hochtrasse auf Widerstand der Bevölkerung stoßen und ein neues System nur neue Umsteigezwänge schaffen. Außerdem hätten sich innovative Systeme bisher oft nicht bewährt, wie etwa der spurgeführte Translohr. (FM)