Pro Bahn weist Berichte über angeblich drohende Spaltung zurück

Der zurückgetretene Vizevorsitzende Monheim wirft seinen Vorstandskollegen und dem Ehrenvorsitzenden Naumann nun auch öffentlich vor, sich von anderen Interessengruppen alimentieren zu lassen. Dies gefährdet nach seiner Ansicht die Unabhängigkeit des Fahrgastverbandes und erinnert ihn fatal an das eigentlich überwunden geglaubte „System Mehdorn“.

Pro Bahn hat Meldungen über eine drohende Spaltung entschieden zurückgewiesen. Der amtierende Bundesvorstand werde „mit der von der weit überwiegenden Mehrheit der Vereinsmitglieder gewünschten sachorientierten Arbeit weiter fortfahren“, haben der Vorsitzende Jörg Bruchertseifer und seine verbliebenen Stellvertreter Alexander Drewes und Winfried Karg am gestrigen Dienstag öffentlich erklärt.
Der dritte Vize Heiner Monheim war vergangenen Samstag zurückgetreten (ÖPNV aktuell 4/12).
Entzündet hat sich der Streit an einem geplanten Drittmittelprojekt zur (Fahrgast- und arbeitnehmerbezogenen) „Sicherheit im Bahnverkehr“. Wer dessen Financiers sind, will Pro Bahn nach eigenen Angaben erst auf dem Bundesverbandstag vom 9. März veröffentlichen. Inzwischen ist bekannt, dass es um die stolze Summe von 340.000 EUR aus dem Umfeld des DB-Arbeitgeberverbandes AGV MoVe und der Bahngewerkschaft EVG geht.
Diese Intransparenz, aber auch der Projektzuschnitt wird von Monheim massiv kritisiert. Laut Redemanuskript, das der Redaktion vorliegt, thematisierte er vor dem Pro-Bahn-Bundesvorstand die damit „möglicherweise verbundenen Abhängigkeiten“.
Der Verkehrswissenschaftler erinnerte in diesem Zusammenhang an das „System Mehdorn“. Dieses habe „immer wieder versucht, Wohlverhalten zu erkaufen“. Zudem habe die Kernaufgabe des Projekts „Sicherheit im Bahnverkehr“ darin bestanden, den langjährigen Bundes- und heutigen Ehrenvorsitzenden Karl-Peter Naumann zu alimentieren. Der 62-Jährige hat im vergangenen Jahr seinen Arrbeitsplatz in einem Chemiunternehmen verloren. „Das hat mehr als ein Geschmäckle“, heißt es dazu Monheims Manuskript.

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