Nürnberger Absage für TSB

Weiterhin in Nürnberg im Gespräch ist eine Magnetbahn-Demonstrationsanlage auf dem Messegelände. Foto: Firmengruppe Max Bögl
Die CSU hatte eine solche Verbindung befürwortet. Das berichtet „BR24“. Im Gespräch bleibe nur noch, auf dem Gelände der Nürnberger Messe eine Demonstrationsanlage zu errichten. Noch im vergangenen Jahr hätte eine Studie im Auftrag des Freistaats Bayern und der Stadt Nürnberg ergeben, der Bau des TSB als Teil des Nürnberger ÖPNV technisch möglich sei – auf der in Frage kommenden Strecke allerdings mit einem geringeren verkehrlichen Nutzen als bei einer Straßenbahn. Konkret hätte eine rund 4 km lange Strecke von der Bauernfeindstraße im Süden der Stadt in Richtung Osten über die Messe und zum Klinikum Süd gebaut werden sollen – im Anschluss an eine neue Straßenbahnstrecke von der Innenstadt durch den neuen Stadtteil Lichtenreuth zur Bauernfeindstraße. Die Baukosten seien dabei für Magnetbahn und Straßenbahn ähnlich hoch veranschlagt worden. Doch der Umsteigezwang von der Straßenbahn in die aufgeständerte Magnetbahn für die letzten Kilometer war für die Fahrgäste als unattraktiver eingeschätzt worden als die umsteigefreie Weiterfahrt mit der Straßenbahn. Daher hatten sich Experten für die Straßenbahnvariante ausgesprochen.
Am 25. April 2026 besichtigten mehrere Mitglieder der Verkehrsministerkonferenz die Teststrecke der Firmengruppe Max Bögl auf Einladung von Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU). Die VMK hatte den Bund im Frühjahr aufgefordert, die Magnetschwebebahn als innovativen Ansatz schnell als Fördertatbestand in das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) aufzunehmen. Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) sagte, eine Schwebebahn könne etwa aus Naturschutzgründen eine gute Lösung sein: „Voraussetzung ist, dass sie kostengünstig ist und sich gut in das ÖPNV-Netz einbinden lässt.“ Die Berliner Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) mahnte: „Nur wenn wir offen für Innovationen sind, stärken wir langfristig den Wirtschaftsstandort Deutschland.“ Thüringens Infrastrukturstaatssekretär Dr. Tobias Knoblich warb für Modellprojekte mit dem System, weil diese „wichtige Erkenntnisse“ liefern könnten. (FM)