Neue NVP für Wiesbaden und Rheingau-Taunus-Kreis

In Wiesbaden ist der Startschuss für die Neuaufstellung von Nahverkehrsplänen (NVP) für zwei Gebietskörperschaften gefallen.

Bis 2024 wollen die Lokalen Nahverkehrsorganisationen (LNO) von Wiesbaden und dem Rheingau-Taunus-Kreis ihre jeweiligen Nahverkehrspläne überarbeiten. Die beiden LNO haben sich dazu entschieden, die Entwicklung ihrer Nahverkehrspläne eng miteinander abzustimmen: „In Sachen Verkehr haben der Rheingau-Taunus-Kreis und Wiesbaden sehr enge Verflechtungen. Tausende Pendler fahren jeden Tag aus dem Kreis in oder durch die Landeshauptstadt. Es ist daher mehr als sinnvoll, den Nahverkehr noch stärker als bislang ganzheitlich für die gesamte Region zu denken und zu planen“, erläutert Alexander Gruber, Leiter Technik und Verkehrsplanung bei der Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft (RTV), die im Rheingau-Taunus-Kreis als LNO fungiert. Die Leiterin der Wiesbadener LNO, Sandra Beege, ergänzt: „Der aktuelle Nahverkehrsplan für Wiesbaden stammt aus dem Jahr 2015. Wir ergreifen jetzt die Gelegenheit, den ÖPNV an die künftigen Anforderungen in der Stadt auszurichten. Erstmals wird es uns dabei möglich sein, auf eine erweiterte Datengrundlage zurückzugreifen. Das lässt uns noch präziser die tatsächlichen Bedarfe für eine hohe Attraktivität beispielsweise des Wiesbadener Busverkehrs ermitteln.“ Die Neuaufstellung des Nahverkehrsplans werde daher die Folge haben, das Liniennetz innerhalb Wiesbadens so zu verändern, dass der Busverkehr und somit der Umweltverbund in Gänze gestärkt werden.

Für die ergänzende fachliche Expertise bei der Neuaufstellung des Plans haben die LNO ein Ausschreibungsverfahren durchgeführt. In diesem setzte sich ein Konsortium bestehend aus dem Verkehrsplanungsbüro Planersocietät aus Dortmund und der ioki GmbH (ioki) aus Frankfurt durch. Die beiden Unternehmen wollen für das Vorhaben ihre Kompetenzen und Erfahrungen bündeln. Das Team von ioki erhebt, analysiert und simuliert mit einem nutzerzentrierten Ansatz die relevanten Mobilitätsdaten. Die Planersocietät will anhand der Datenuntersuchungen von ioki entsprechende Maßnahmen und Handlungsempfehlungen ableiten. Zudem wird sie die Einbindung der Öffentlichkeit sowie der politischen und gesellschaftlichen Akteure im Planungsprozess begleiten. (mab)

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