Ein Angebot für Menschen über 60

Start einer „Jubiline“-Sonderfahrt in Hannovers zentraler U-Station Kröpcke. Foto: Achim Uhlenhut

Der traditionsreiche, zum 39. Mal durchgeführte Entdeckertag der Region Hannover bildete Anfang September 2026 den Rahmen für ein Fahrt-Experiment besonderer Art. Menschen im Alter „60+“ waren eingeladen, per Stadtbahn einen gemeinsamen, kontaktstiftenden Ausflug zu unternehmen.

Neben der ausrichtenden Region Hannover – unter anderen zugleich Aufgabenträger für den Nahverkehr und Betreiber von Senioren- und Pflegestützpunkten – hatten unterschiedliche Institutionen ein gemeinsames Angebot für „Menschen Ü60“ gestaltet, um neue Begegnungen aktiv zu ermöglichen, eine Fahrt mit der „Jubiline“ zu unternehmen und dabei auch über Unterstützungs- und Beratungsangebote zu informieren. Die Idee zu „Jubiline“ war im Rahmen eines Innovationsworkshops des „Social Innovation Centers“ der Region Hannover in Teamarbeit entstanden. Die beiden angebotenen jeweils dreistündigen Touren am Premierentag mit kostenfreier Teilnahme waren schnell ausgebucht, es gab eine Warteliste.

Der Kunstname „Jubiline“ wurde in Anlehnung an die Londoner „Jubilee Line” geschaffen, die anlässlich des silbernen Thronjubiläums von Königin Elisabeth II. so benannt wurde. Allerdings soll im hannoverschen Namen eine doppelte Bedeutung stecken, „Jubi” steht laut Veranstalter für Jubel, Freude und Lebensfreude auch im Alter, „Line” die Linie, die mehr als eine normale Fahrt durch die Stadt Menschen verbindet und gemeinsam auf den Weg bringt. Die „Jubiline“ könne als „Reise in die nächste Lebensphase“ verstanden werden. Ziel der ersten Fahrten mit Start im Stadtzentrum war der Tierpark, wo neben einem Rundgang auch Kaffee, Kuchen und „niedrigschwellige Kennenlern- und Gesprächsimpulse“ auf die jeweils knapp 30 Teilnehmer warteten. Diese ersten Fahrten galten als Pilotdurchlauf. Es soll nun untersucht werden, ob bei entsprechender Resonanz beispielsweise monatliche Jubiline-Touren denkbar wären. Mitveranstalter war die Landeshauptstadt Hannover, es wurde auch auf professionelle Gesprächsbegleitung sowie ehrenamtliche Unterstützung aus mehreren Organisationen gesetzt. Stadtbahnwagen und Fahrer stellte das Veranstaltungsmanagement der Üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe AG. Für Kinder hatte es vor Jahrzehnten im sozialen Kontext einmal eine Kinderwaldbahn „Waldtraut“ gegeben, da ist „Jubiline“ – hannöversch ausgesprochen – eine logische Fortführung. (ht)

Teilen
Drucken

Kundenservice

Sie haben Fragen? Kontaktieren Sie uns gerne.

Kundenservice

Sie haben Fragen? Kontaktieren Sie uns gerne.

Kundenservice

Sie haben Fragen? Kontaktieren Sie uns gerne.

Kundenservice

Sie haben Fragen? Kontaktieren Sie uns gerne.

Kundenservice

Sie haben Fragen? Kontaktieren Sie uns gerne.

Nach oben