Ausgleichszahlung angeboten

In der Planung war der Einsatz des abgebildeten Tram-Trains vorgesehen. Grafik: Zweckverband Stadtbahn im Landkreis Ludwigsburg
Dazu berichtete „Ludwigsburg24“, dass sie Stadt so insgesamt rund 1,8 Mio Euro an die Gemeinden Remseck, Schwieberdingen und den Zweckverband Pattonville zahlen könnte. Die örtlichen Gremien müssten nun darüber beraten. Auch solle geprüft werden, unter welchen Bedingungen die betroffenen Gemeinden aus dem Zweckverband ausscheiden könnten, da sie von den auf eine Reaktivierung der 8,3 km langen Strecke Ludwigsburg–Markgröningen reduzierten Plänen kaum noch profitieren würden.
Auf öffentlich vorgetragene Vorwürfe von Landrat Dietmar Allgaier an die Stadt Ludwigsburg hatte der parteilose Oberbürgermeister Matthias Knecht noch einmal die aus Sicht der Stadt ungeklärten Fragen benannt: Es sei unklar, ob diese Strecke eingleisig bleiben oder zweigleisig ausgebaut werden solle. Darüber hinaus stehe nicht fest, in welchem Takt künftig gefahren werden solle. Zentraler Punkt bleibe dabei die Barrierefreiheit des Bahnhofs Ludwigsburg. Schon bei der Stadtbahnplanung hatte es sich als erschwerend erwiesen, dass die fünf Durchgangsgleise des Bahnhofs Ludwigsburg stark ausgelastet sind (unter anderem durch zwei S-Bahn- und mehrere Regionalexpress-Linien). Über die Bestandsgleise könnten Züge von Markgröningen aus nur einen weit von den Treppenaufgängen entfernt liegenden kurzen Nebenbahnsteig (Gleis 6) anfahren.
Daher prognostizierte ein Gutachten für den Zweckverband Anfang Juli für diese Variante auf der Gesamtstrecke rund 5200 Fahrgäste. Daneben gibt es den Vorschlag, die Gesamtstrecke mit Tram-Trains zu betreiben, die schon vor den Einfahrtweichen des Bahnhofs auf die Straße wechseln und in der Nähe des Westausgangs des Bahnhofs enden würden. Für diese Variante würden 7950 Fahrgäste prognostiziert. Alle Details sollen nun bis Ende 2026 geklärt werden, um dann auch zu entscheiden, wie der Zweckverband neu aufgestellt werden und wie es mit der Reaktivierung der Strecke nach Markgröningen (circa 14.100 Einwohner) und Möglingen (circa 10.800 Einwohner) weitergehen solle. (FM)