2. ÖPNV-Sicherheitskonferenz bietet Austausch zwischen Politik, Behörden und Branche
"Persönliche Sicherheit ist ein zentrales Leistungsversprechen des ÖPNV – gegenüber den Fahrgästen ebenso wie gegenüber den Beschäftigten der Verkehrsunternehmen", sagt Ingo Wortmann, Präsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternhmen (VDV). Ende August hatte der VDV die Ergebnisse einer Sonderauswertung seines Kundenbarometers veröffentlicht, aus denen hervorgeht, dass Sicherheitsmaßnahmen im öffentlichen Verkehr auf hohe Zustimmung stoßen (NaNa-Ticker vom 31.08.2026).
"Für die Branche ist das ein klarer Auftrag, Sicherheit sichtbar, wirksam und personell verlässlich zu gestalten. Das erfordert auch eine verlässliche Finanzierung, denn Sicherheitsmaßnahmen kosten Geld, das Bund und Länder bereitstellen müssen", so Wortmann weiter. "Genau darüber müssen wir gemeinsam mit Politik, Behörden und Unternehmen sprechen – bei der 2. ÖPNV-Sicherheitskonferenz am 5. und 6. Oktober 2026 in Berlin“.
Für die Konferenz, die die NaNa in Kooperation mit dem VDV veranstaltet, haben sich aus der Politik Staatssekretär Hans-Georg Engelke aus dem Bundesministerium des Innern und Berlins Innensenatorin Iris Spranger angekündigt. Für die Behörden sprechen Uli Grötsch, Polizeibeauftragter des Bundes beim Deutschen Bundestag, und Prof. Dr. Joachim Häfele von der Polizeiakademie Oldenburg. Auch die Perspektiven von Beschäftigen und Fahrgästen sind im Programm vorgesehen, vertreten durch Martin Burkert, Vorsitzender der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), und Ramona Sahlmann, stellvertretende Sprecherin des Kundenbeirats der Berliner S-Bahn.
"Sicherheit im ÖPNV braucht klare Zuständigkeiten, wirksame Maßnahmen und gut vorbereitete Beschäftigte. Wer mehr Schutz für Fahrgäste und Mitarbeitende will, muss Prävention, Qualifizierung und konkrete Unterstützung im Betriebsalltag zusammendenken", sagt Ingo Wortmann. Die 2. ÖPNV-Sicherheitskonferenz bietet neben den Vorträgen daher auch reichlich Gelegenheit zum Austausch der Teilnehmenden und Vortragenden untereinander - denn das Thema beschäftigt die gesamte Branche bundesweit in gleicher Weise.
Mit einem eigenen Themenblock greift die Konferenz den Schutz kritischer Infrastruktur auf. Hier gehört neben der Vorstellung konkreter Maßnahmen aus der Branche auch ein Blick in andere Sektoren zum Programm. Das gesamte Programm und die Anmeldemöglichkeit sind auf der Website der Veranstaltung abrufbar. (red)