Nahtloser Anschluss in der Hauptstadt
Menschen, die auf barrierefreie Mobilität angewiesen sind, können den Service telefonisch erreichen. Dort erhalten sie eine Beratung zu Aufzugsstörungen und alternativen Umfahrungsmöglichkeiten innerhalb des ÖPNV, damit eine selbstständige Nutzung von Bus und Bahn ermöglicht werden kann. Nur wenn dies nicht gelingt, erfolgt eine Unterstützung durch die Beauftragung eines barrierefreien Taxis. Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) koordiniert mit seinem BAV-Callcenter das neue Angebot und nutzt dafür die Flotte des Taxigewerbes, das derzeit mehr als 160 Inklusionstaxen umfasst.
Die Neuorganisation, weg von einer eigenen Flotte hin zur Einbindung vorhandener Fahrzeugflotten, führe bereits zu einer besseren Verfügbarkeit und schnelleren Reaktionszeiten: Die durchschnittliche Wartezeit beim VBBBAV beträgt etwa zehn Minuten (BVG Muva: rund 22 Minuten). Durch die Einbindung des Taxigewerbes ergibt sich die höhere Fahrzeugverfügbarkeit. Der seit Jahresstart noch parallel im Auftrag der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt angebotene BVG Muva läuft daher am 28. Februar aus. Das im Herbst 2022 gestartete Angebot habe zur Erprobung eines ergänzenden Fahrdienstes zur Sicherung vollständiger Barrierefreiheit im ÖPNV gedient. Mit dem Abschluss der Erprobung 2025 habe festgestanden, dass eine Lösung für die „sehr hohen Fixkosten“ der eigenen Fahrzeugflotte gefunden werden musste. (mab)