Weichen für S 11-Ausbau gestellt
„Das bedeutet mehr Kapazität und Pünktlichkeit für die gesamte Region und weit über Nordrhein-Westfalen hinaus“, erklärt Landesverkehrsminister Oliver Krischer. Zusätzliche Bahnsteige am Kölner Hauptbahnhof und im Bahnhof Köln-Messe/Deutz sollen die Kapazität im Knoten Köln massiv verbessern und sind die Voraussetzung für den geplanten S-Bahn-Ausbau im Knoten Köln. Der Bund stellt für den Ausbau der Linie weitere rund 531 Mio Euro in Aussicht, gefördert über das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG). Damit ist der S 11-Ausbau mit insgesamt 836 Mio Euro das derzeit zweitgrößte Infrastrukturprojekt im Schienenverkehr des Landes.
Künftig sollen alle 2,5 Minuten S-Bahnen auf der Stammstrecke im zentralen Abschnitt zwischen Köln Messe/Deutz, dem Kölner Hauptbahnhof und Köln Hansaring in der Hauptverkehrszeit fahren. Die S 11 fährt in einem Zehn-Minuten-Takt, der in der Hauptverkehrszeit auf annähernd fünf Minuten verstärkt wird. Dafür wird die Strecke zwischen Köln-Dellbrück und Bergisch Gladbach zweigleisig ausgebaut. Die Verbindung wird mit moderner Leit- und Sicherungstechnik ausgerüstet. Auch Bahnhöfe an der Strecke werden dafür modernisiert: Neben den neuen Bahnsteigen in Köln Hauptbahnhof und Köln-Messe/Deutz wird in Köln-Kalk-West ein kompletter zusätzlicher Haltepunkt gebaut. Außerdem werden die Stationen zwischen Köln-Holweide und Bergisch Gladbach barrierefrei gestaltet. (mab)