U 5 nach Osdorf: Start der Planung

Die Grafik zeigt in einem Ausschnitt die Varianten für die Verlängerung der U 5 nach Westen; Grafik: Hochbahn
Die Vorzugsvariante soll im Frühjahr 2026 vorliegen und die Vorplanung bis Ende 2026 abgeschlossen sein. Vorgesehen ist eine Strecke vom bisher geplanten Endpunkt bei den Arenen westwärts über Lurup (37.000 Einwohner) in die Großsiedlung Osdorfer Born (11.000 Einwohner). Die bisher mit einer Länge von 25 km geplante U 5 soll nun rund 4 km länger ausfallen und zwei weitere Haltestellen in Lurup und am Osdorfer Born erhalten. Konkret wird weiter eine schon 2019 erwogene, aber damals verworfene geradlinige Streckenführung geprüft. Diese umfasst eine Station Lurup-Mitte und eine zentral gelegene Endstation in Ost-West- Richtung quer zum Straßenzug Bornheide in der Mitte der Großsiedlung. Die Hochbahn will aber auch noch einmal eine südlichere Haltestellenlage für Lurup prüfen, mit einer bogenförmigen Streckenführung unter den Straßenzügen Rugenbarg und Bornheide bis zu einer nach Norden weisenden Endstation in Osdorf. Auch eine Kombination aus der Südvariante mit einer nach Westen weisenden Endstation wäre möglich.
Hinter der Endstation wird eine größere Abstellanlage angelegt. Auch soll eine Verlängerung über die Landesgrenze bis in die nordwestlich unmittelbar anschließende Kleinstadt Schenefeld baulich offengehalten werden. Weitere Varianten schließen sich durch die Lage der U 5-Station bei den Arenen und Konflikte mit teils unterirdisch verlaufenden empfindlichen Forschungsanlagen in dem Bereich aus. Die Pläne für die Abstellanlage bei den Arenen sollen angepasst werden. Die Planer können sich dabei auf Voruntersuchungen aus der Zeit vor 2019 stützen, als zunächst mehrere S- und U-Bahn-Varianten mit zwei grundsätzlich unterschiedlichen Streckenführungen auf ihre Machbarkeit geprüft worden waren. Von dem anschließend weitergeplanten S-Bahntunnel hatte der Hamburger Senat im September 2025 Abstand genommen, nachdem sich herausgestellt hatte, dass dieser erst etwa 2050 fertig wäre. Die U 5 soll dagegen schon etwa zehn Jahre früher in Betrieb sein. (FM)