Tramprojekt auf der Zielgeraden

Oberbürgermeisterin Eva Weber, Baureferent Steffen Kercher (rechts) und swa-Geschäftsführer Rainer Nauerz stellten die Pläne für die Fertigstellung von Hauptbahnhof und Lückenschluss vor; Foto: swa/Thomas Hosemann

Das Projekt Mobilitätsdrehscheibe Hauptbahnhof ist auf der Zielgeraden.“ Das haben Augsburgs Oberbürgermeisterin Eva Weber und der Geschäftsführer der Stadtwerke Augsburg (swa), Rainer Nauerz, bei einem Ortstermin erklärt.

Demnach erwarten die swa die noch ausstehenden Genehmigungen für die verbleibenden Arbeiten in den kommenden Wochen. Ab Ende 2027 soll nach derzeitigem Stand die Linie 6 durch den Straßenbahntunnel unter dem Hauptbahnhof nach Stadtbergen verkehren. Zusätzlich zu den Gleisarbeiten der Stadtwerke erfolgen im Thelottviertel bis zur Schlettererstraße begleitende Maßnahmen durch die Stadt.

Die Straßenbahnhaltestelle in einem Tunnel unter dem Hauptbahnhof ist das zentrale Element des Gesamtprojekts Mobilitätsdrehscheibe Augsburg. Damit wird ein Umsteigen zwischen Zug und Straßenbahn über Rolltreppen und Aufzüge möglich. „Wenn das abgeschlossen ist, haben wir in den vergangenen 20 Jahren eine halbe Milliarde Euro in den Augsburger Nahverkehr investiert“, erklärte Weber. Mit neuen Straßenbahnlinien, einem neuen innerstädtischen Straßenbahnknotenpunkt am Königsplatz und dem Hauptbahnhof sei die öffentliche Mobilität in Augsburg für die Zukunft „bestens aufgestellt“ und könne weiter ausgebaut werden. „Wir sind zuversichtlich, dass wir im Frühjahr 2026 mit den Gleisarbeiten für den Lückenschluss im Westen des Tunnels unter dem Hauptbahnhof beginnen können und auch die noch notwendigen Arbeiten im Hauptbahnhof bis Ende 2026/Mitte 2027 abschließen“, blickte Nauerz nach vorn.

Mit dem Lückenschluss wird die Tunnelausfahrt im Westen des Bahnhofs über die Rosenaustraße mit dem Bestandsgleis in der Pferseer Straße verbunden. Dafür gab es mit dem Planfeststellungsbeschluss für den Hauptbahnhof aus dem Jahr 2011 bereits Baurecht. „Es gibt kleine Änderungen, die als unwesentliche Planänderungen angesehen werden“, erklärte Rainer Nauerz. Eine neuerliche Planfeststellung sei damit nicht erforderlich.

Im Frühjahr 2026 soll dann mit den Gleisbauarbeiten in der Rosenaustraße begonnen werden. Zudem erfolgen vorbereitende Arbeiten wie die Erneuerung und Umlegung von Gas- und Wasserleitungen. Die Arbeiten für das neue Gleis und die Erneuerung der Rosenaustraße dauern voraussichtlich bis Ende 2026. Parallel wird im Hauptbahnhof an den Elektroanlagen gearbeitet. Auch dort rechnen die swa mit den Genehmigungen für die Ausführungsplanungen in den kommenden Wochen. Bis Ende 2026/Mitte 2027 soll die Straßenbahnhaltestelle dann in Betrieb gehen, wobei noch das Fahrpersonal für die Fahrt mit Zugsicherung im Tunnel geschult werden muss, bevor dann zunächst die Linien 3 und 4 mit Fahrgästen an der Haltestelle im Hauptbahnhof halten können und über die unterirdische Wendeschleife wenden.

Anschließend kann der Lückenschluss vollendet werden. Dazu wird ein Teil der Gleistrasse in der Pferseer Straße erneuert und mit den neuen Gleisen in der Rosenaustraße verbunden. Ab voraussichtlich Ende 2027 wird die Linie 6 durchgängig zwischen den Endhaltestellen Friedberg West und Stadtbergen durch den Hauptbahnhof-Tunnel verkehren. Mit den Linien 3 und 4 halten dann drei Straßenbahnlinien im Hauptbahnhof. An der Straßenbahnlinie 5 als neuer Verbindung zwischen Hauptbahnhof und der Uniklinik halten Stadt und swa weiterhin fest. Zur Diskussion über den Bau einer Magnetschwebebahn statt einer Straßenbahnlinie erklärte Nauerz: „Wir beobachten natürlich die technischen Entwicklungen im Bereich der öffentlichen Mobilität und prüfen, was für welche Anwendungen möglich und sinnvoll sein könnte – von autonomem Fahren bis zu Seilbahnen oder eben die Technologie der Magnetschwebebahn.“ (mab)

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