Reaktivierung der Verbindung Freiburg–Colmar kommt voran

Für die Reaktivierung der Bahnstrecke Freiburg–Colmar hat der grenzüberschreitende Lenkungskreis COPIL (comité de pilotage) weitere Schritte verabredet.

Zudem wurde über die Ergebnisse von Vorstudien beraten, die vom französischen Bahnunternehmen SNCF Réseau und DB Netz durchgeführt wurden. Diese hatten das Bundesverkehrsministerium, das Land Baden- Württemberg, der französische Staat, der Conseil Régional Grand Est und der Collectivité Européenne d’Alsace kofinanziert. Sie wurden zudem über das Programm „Interreg V Oberrhein“ gefördert. Zu den übereinstimmenden Ergebnissen der Vorstudien zählen technische Optionen zum Ausbau der Infrastruktur und zu den denkbaren Fahrplan-Angeboten mit fünf möglichen Angebotsszenarien. Der Zeitplan für die Realisierung des Projekts sieht eine voraussichtliche Inbetriebnahme zum Ende der 2030er Jahre vor. Die Kosten sollen zwischen 840 Mio Euro und 880 Mio Euro liegen.

Beim Lenkungskreis wurden auch Ergebnisse von Untersuchungen zu den erwarteten Kosten im Verhältnis zum Nutzen präsentiert. Dabei zeigen die auf französischer und deutscher Seite durchgeführten Studien teilweise unterschiedliche Ergebnisse. Der Lenkungskreis hielt es daher angesichts der hohen Investitionen für notwendig, eine unabhängige Drittstudie in Auftrag zu geben, um eine übereinstimmende Bewertung des Projekts zu ermöglichen. Parallel dazu wurde die Einrichtung einer deutsch-französischen Arbeitsgruppe beschlossen mit dem Ziel, die Gespräche über die Finanzierung der nächsten Projektphase zu führen. Der Abschluss der Drittstudie und die Tätigkeiten der Arbeitsgruppe Finanzierung, die für das Frühjahr 2024 vorgesehen sind, sollen es dem COPIL und den Entscheidungsträgern ermöglichen, über die notwendigen Entscheidungsgrundlagen für die Einleitung dieser nächsten Projektphase zu verfügen. (mab)

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