Reaktivierung auf der Zielgeraden

Zum Schweißen des letzten Schienenstoßes des umgebauten Streckenabschnitts Neuenhaus–Veldhausen trafen sich der Landesvorsitzende der CDU Niedersachsen, Sebastian Lechner (4. v. r.), und der Vorstand der Bentheimer Eisenbahn, Joachim Berends (5. v. l.), am künftigen Haltepunkt Veldhausen. Foto: Michael Schumann
Nun sollen in Veldhausen zeitnah die Arbeiten zum Bau eines Haltepunkts beginnen. An den weiteren künftigen Verkehrsstationen auf deutscher Seite in Hoogstede, Emlichheim und Laarwald sind diese Arbeiten teilweise schon weit fortgeschritten. BE-Vorstand Joachim Berends geht davon aus, dass der Personenverkehr auf der gut 30 km langen grenzüberschreitenden Strecke am 13. Dezember 2026 aufgenommen werden kann. Die Züge der Linie RB 56 werden dann im Stundentakt zwischen Bad Bentheim, Nordhorn und Coevorden verkehren. Derzeit fahren die Züge zwischen Bad Bentheim und Neuenhaus mit einer Pünktlichkeit von 99,2 Prozent. Ein Spitzenwert in Niedersachsen. Lechner äußerte sich sehr positiv über das Verkehrsprojekt. Dieses sei eine Erfolgsstory in Niedersachsen und einzigartig. Zurückgehende Einwohnerzahlen wie in anderen Regionen gäbe es in den Kommunen entlang der BE-Strecke nicht. Dies bestätigte auch der CDU-Landtagsabgeordnete für die Grafschaft Bentheim, Reinhold Hilbers: „Die Bahnhofsumfelder haben deutlich an Zugkraft gewonnen, in den Städten und Gemeinden sind auch aufgrund der reaktivierten Bahnanbindung neue Baugebiete und Arbeitsplätze entstanden.“
Der Beginn der Bauarbeiten auf niederländischer Seite steht nun ebenfalls bevor: Der Infrastrukturbetreiber ProRail hat diesen für Juni am Bahnhof Coevorden angekündigt. Dort wird ein zusätzlicher Bahnsteig auf der westlichen Seite des Bahnhofs gebaut, an dem künftig die Züge der BE ankommen und abfahren. Zusätzlich werden ein deutsches Zugsicherheitssystem installiert sowie Weichen, Gleise und Signale modernisiert. Dies ermöglicht schnellere Ankunfts- und Abfahrtszeiten. Der Fahrplan wird dadurch flexibler gestaltet und die Pünktlichkeit auf den Vechtdal-Strecken (Zwolle–Emmen) soll steigen. Der Bahnhof erhält zudem einen neuen Eingang an der Westseite sowie einen Aufzug im Tunnel auf der stadteinwärts gelegenen Seite. Für Mitte November hat ProRail eine zehntägige Vollsperrung des Bahnhofs Coevorden zur finalen Anbindung der Strecke aus Deutschland an den Bahnhof vorgesehen. (ms)