Neue Kostenprognose für Busanlage

23 Stützen aus CO2-reduziertem Stahl mit einer Höhe von bis zu 6,5 m tragen das 5200 Quadratmeter große Dach. Foto: Hamburger Hochbahn AG

Zwei parallellaufende große Busanlagen-Projekte der Hamburger Hochbahn in den Stadtteilen Harburg und Rahlstedt sind einen Schritt weiter. In einem Fall hat die Hochbahn ihre Kostenabschätzung angepasst.

Beim Ersatzneubau des ZOB Hamburg-Harburg sei die Tragstruktur der Dachkonstruktion der neuen Busanlage weitestgehend errichtet. Im Zuge der Umsetzung wurde die Kostenprognose aktualisiert. „Derzeit gehen wir für das Projekt von Gesamtkosten in Höhe von rund 27 Mio Euro aus“, betonte eine Hochbahn-Sprecherin gegenüber der NaNa. Hintergrund seien „Entwicklungen im Marktumfeld sowie die im Vergabeverfahren eingegangenen Angebote“.

Insgesamt 23 Stützen aus CO2-reduziertem Stahlt mit einer Höhe von bis zu 6,5 Metern tragen das 5200 Quadratmetern große Dach. Begrünung und PV sind Teil des Konzepts. In den kommenden Monaten schließen sich nun noch weitere Dacharbeiten, die technische Ausstattung sowie die Verkleidung der Anlage an.

Der erneuerte ZOB soll 73 Prozent mehr Kapazität bieten. Dies schaffe allerdings zunächst die Voraussetzungen, die Betriebsabläufe in Harburg zu „optimieren“, erläuterte die Hochbahn-Sprecherin. „Bereits heute ist die bestehende Anlage an ihre Leistungsgrenzen gestoßen, sodass Angebotsausweitungen praktisch kaum möglich sind.“ Perspektivisch könne allerdings flexibler auf veränderte verkehrliche Anforderungen reagiert werden. Konkrete Aussagen zu künftigen Taktverdichtungen oder zusätzlichen Linien können noch nicht getroffen werden. Trotz der Kapazitätserhöhung gelte weiterhin, dass Angebotsausweitungen im bestehenden System an anderer Stelle kompensiert werden müssten.

Die Fertigstellung der Harburger Anlage ist für Ende 2026 geplant. Einen konkreten Zeitpunkt für die Wiederinbetriebnahme einzelner Bereiche der Anlage oder Linien wollte die Sprecherin nicht nennen. Dies hänge auch von umliegenden Straßenbaumaßnahmen ab. Den geplanten Termin für Fertigstellung und Inbetriebnahme in Rahlstedt indes bestätigte die Sprecherin zum „Sommer 2026“. Auch der bisherige Kostenrahmen werde gehalten. Die Dachflächen werden derzeit verkleidet, begrünt beziehungsweise mit PV-Anlagen bestückt.

Die Rahlstedter Busanlage dient auch dazu, die Busverkehre im Hamburger Nordosten besser mit der neuen, allerdings erst in einigen Jahre fertig werdenden S-Bahn-Linie 4 zu verzahnen. Der dazu eigens neu errichtete Fußgängertunnel werde bis dahin vorerst „provisorisch geschlossen“ bleiben, teilte die Sprecherin mit. Der Regionalverkehr ist über einen DB-Tunnel angebunden.

Spezielle Synergien etwa durch baugleiche Komponenten ermögliche die teils parallellaufende Errichtung beiden Anlagen nicht. Diese seien aufgrund unterschiedlicher funktionaler, städtebaulicher und busbetrieblicher Anforderungen als eigenständige Bauwerke konzipiert. Auch würden sich die Dach- und Stahltragwerke grundlegend unterscheiden. (dhe)

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