Meilenstein für Revierbahn West

Das Foto zeigt (v. l.) Bianca Achilles, Leiterin der Stabsstelle Rheinisches Revier und Regionale Kooperationen bei go.Rheinland, Geschäftsführer Dr. Norbert Reinkober und Tanja Krugmann, Fachgruppenleitern in der Infrastrukturentwicklung bei go.Rheinland am Rande der Präsentation; Foto: go.Rheinland GmbH/Smilla Dankert
Im Rahmen der Machbarkeitsstudie wurden auf Basis der Ergebnisse einer Raumanalyse vier unterschiedliche Grobtrassen-Varianten entwickelt, die jeweils verschiedene Schwerpunkte setzen. Für die sogenannten regionalen und schnellen Varianten wurden zwei Lupenräume detailliert untersucht: Der erste Lupenraum umfasst den Bereich zwischen Aachen und Jülich, der zweite den zwischen Jülich und der Erft-Achse (Bergheim/ Bedburg). Zwei regionale Varianten legen den Fokus auf eine engmaschige Erschließung der Region und binden dabei möglichst viele zentrale Siedlungs- und Wirtschaftsbereiche an. Sie orientieren sich an einer hohen regionalen Anbindungsqualität und kürzeren Distanzen zu den Haltepunkten. Zwei schnelle Varianten priorisieren hingegen höhere Reisegeschwindigkeiten und kürzere Fahrzeiten zwischen den Hauptverkehrsknoten. Durch optimierte Trassenführungen ermöglichen sie schnellere Verbindungen bei geringerer Haltestellendichte.
Parallel zur Entwicklung der Grobtrassen erfolgte die systematische Analyse und Verortung potenzieller Haltepunkte. Für deren Ermittlung wurde der Untersuchungsraum dafür in gleich große Raumeinheiten unterteilt und anhand vorab definierter Parameter wie Bevölkerungsanzahl und -entwicklung, Arbeitsplatzdichte oder Pendlerverkehre bewertet. Auf Basis dieser Analyse konnten besonders geeignete Standorte für mögliche Haltepunkte identifiziert werden. In einem weiteren Schritt wurden mithilfe der Least-Cost-Path-Analyse (LCP) vorläufige Grobtrassen entwickelt, die die ermittelten Haltepunkte verbinden und dabei den geringstmöglichen Raumwiderstand erzeugen.
Die vorgestellten Haltepunkte und Grobtrassen bilden die Grundlage für die weitere Vertiefung der Machbarkeitsstudie. Im nächsten Schritt werden die Haltepunkte und Grobtrassen gemeinsam mit den Kommunen überprüft und die Varianten anhand einer Bewertungsmatrix systematisch verglichen. Die Matrix dient als Entscheidungsgrundlage für die Verbandsversammlung des Zweckverbands go.Rheinland.
Nach der politischen Entscheidung durch go.Rheinland werden die Vorzugsvarianten der beiden Lupenräume auf ihre betriebliche und technische Machbarkeit untersucht (Machbarkeitsanalyse). In diesem Rahmen wird auch eine Nutzen-Kosten-Untersuchung (NKU) durchgeführt. Zusätzlich erfolgt eine Betrachtung für beide Lupenräume gemeinsam, um mögliche Synergien zu identifizieren. (mab)