Koppelspule für mehr Sicherheit

Die Düsseldorfer Rheinbahn hat auf einer Stadtbahnstrecke neue Sicherheitstechnik verbaut, die Fehler von Fahrern ausgleichen kann. Zuletzt hatte es gehäuft Unfälle und im Mai 2026 einen Frontalzusammenstoß zweier Züge gegeben.

Installiert wurde „als Baustein Sicherheitsstrategie 2030“ eine sogenannte Koppelspule. Die induktive Technik ist Bestandteil des Zugbeeinflussungssystems (ZUB) und mache eine permanente technische Überwachung der Fahrzeuge möglich. Es entstehe „eine zusätzliche technische Sicherheitsebene, die unsere Fahrerinnen und Fahrer unterstützt und Risiken frühzeitig minimiert“, so Christian Finke, COO und Vorstand für Betrieb und Infrastruktur bei der Rheinbahn.

Die Koppelspule überträgt kontaktlos sicherheitsrelevante Informationen zwischen Strecke und Bahn. Das System überwacht unter anderem die Geschwindigkeit und warnt zunächst akustisch und optisch. Bleibt eine Reaktion des Fahrers aus, verhindert es die weitere Beschleunigung oder leitet eine Bremsung ein. Die neue Koppelspule kommt zunächst auf der Strecke nach Holthausen zum Einsatz. Dort sind Bahnen bereits für das ZUB-System ertüchtigt. Auf Basis dort gewonnener Erfahrungen soll der Einsatz auf weiteren Strecken bewertet werden.

Das Projekt ist Teil eines Maßnahmenpakets, das die Rheinbahn nach schweren Unfällen in den vergangenen Monaten auf den Weg gebracht hat. Investiert wird auch in Kollisionswarnsysteme, smarte Fahrzeugtechnik und optimierte Betriebsprozesse.

Die Programmierung und Projektierung der Anlage habe Rheinbahn aus dem eigenen Bereich Infrastruktur heraus entwickelt und umgesetzt. (dhe)

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