KomBus halbiert Stromkosten

Die Installation der Anlage gilt als erster Schritt hin zu einer nachhaltigeren Busflotte; Foto: enerkii GmbH
Die Zukunft der Busfahrt im Nahverkehr ist, zumindest in Teilen, elektrisch – da ist sich Dirk Bergner, Geschäftsführer der KomBus GmbH, sicher. Deshalb hat das Unternehmen, das den ÖPNV in den Landkreisen Saalfeld-Rudolstadt und Saale-Orla in Thüringen sicherstellt, bereits seit geraumer Zeit mit dem Gedanken gespielt, in eine PV-Anlage zu investieren. Problem: Hallendächer sind zwar da, doch die Statik bereitete Kopfzerbrechen, ebenso wie die hohen Investitionskosten, die mit einer großen PV-Anlage einhergehen. „Wir waren auf der Suche nach einem Partner, der entsprechende Expertise mitbringt und uns bei der Umsetzung einer PV-Anlage umfassend unterstützt, von der technischen Machbarkeit bis zur Finanzierung”, erklärt Bergner. Gefunden wurde der mit der enerkii GmbH. Das Unternehmen realisiert Gewerbe-Energielösungen im innovativen Energy-as-a-Service Modell. Das bedeutet: Für die Kunden fallen keine Investitionskosten für die Anlagen an, sondern sie beziehen nur den Strom der Anlage auf dem eigenen Dach zu einem günstigen kWh-Preis – da netzentgelt- und umlagenbefreit – direkt von enerkii.
Für KomBus zahle sich das aus: „Zusätzlich zur 170 kWp-PV-Anlage haben wir auch einen 215 kWh Batteriespeicher installiert. Mit dieser Lösung werden wir am Standort in Bad Lobenstein zu 80 Prozent autark vom Stromnetz. Durch den günstigen Preis, den uns enerkii für den Solarstrom vom eigenen Dach anbietet, können wir unsere Stromkosten künftig halbieren – und mussten keinen Cent für die Anlage plus Speicher bezahlen”, erläutert Dr. David Welsche, Bereichsleitung Liegenschaften/Infrastrukturprojekte bei KomBus.
Die Installation der Anlage bei KomBus gilt nur als erster Schritt in Richtung einer nachhaltigeren Busflotte. Sobald das Unternehmen beginnt, Teile seiner Busflotte zu elektrifizieren, wird der Stromverbrauch erheblich steigen und eine entsprechende Ladeinfrastruktur muss geschaffen werden. Bei diesem Punkt habe enerkii bereits vorgedacht, wie Hendrik Abel, Geschäftsführer des Unternehmens, erklärt: „Unsere bestehenden Anlagen können jederzeit erweitert und modular an den steigenden Energiebedarf und die benötigte Ladeinfrastruktur angepasst werden. So stellen wir sicher, dass KomBus auch in Zukunft optimal versorgt ist.” (mab)