Keine Weiterfahrt bis Eindhoven
Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) arbeitet gemeinsam mit dem Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) sowie dem Ministerium für Infrastruktur und Wasserwirtschaft (IenW) in den Niederlanden und der Provincie Noordbrabant seit 2016 an der Realisierung. Nun zeichnet sich „sehr deutlich“ ab, dass die Verbindung vom bisherigen Linienende in Venlo bis nach Eindhoven nicht wie vorgesehen umgesetzt werden kann. Ursächlich sind laut VRR insbesondere Verzögerungen bei der Fahrzeuglieferung. Parallel verzögern sich Arbeiten am Bahnhof Venlo.
Die bestellten Mehrsystemfahrzeuge vom Typ Flirt 3 XL von Stadler sind erforderlich, um den Betrieb sowohl auf deutscher als auch auf niederländischer Infrastruktur durchführen zu können. Ohne diese Fahrzeuge ist ein durchgehender Betrieb nicht möglich. Weil die Züge fehlen, kann der RE 13 zunächst nur wie bisher zwischen Hamm und Venlo verkehren. Aufgrund der Lieferverzögerungen ist in der Übergangsphase ein Betrieb mit Ersatzfahrzeugen erforderlich, da die bislang eingesetzten Züge nach Vertragsende nicht mehr zur Verfügung stehen. Diese sind technisch nicht in der Lage, die Strecke weiter Richtung Eindhoven zu bedienen.
Parallel verzögern sich Arbeiten im und um den Bahnhof Venlo. Diese Maßnahmen sind eine weitere Voraussetzung für den Betrieb Richtung Eindhoven. Nach derzeitigem Kenntnisstand werden die Arbeiten noch mehrere Jahre dauern. Die niederländischen Partner prüfen Möglichkeiten, den Zeitraum der Einschränkungen zu überbrücken und Abläufe zu beschleunigen, damit sich die Umsetzung nicht bis möglicherweise in die 2030er-Jahre verzögert. (mab)