Freiburg–Colmar: Weiterer Schritt

Beim grenzüberschreitenden Reaktivierungsvorhaben zu einer direkten Bahnverbindung von Freiburg im Breisgau nach Colmar geht es weiter voran.

Der politische Lenkungsausschuss beriet am 27. Februar 2023 über die Zwischenergebnisse aus der aktuellen Projektphase. Die SNCF Réseau und DB Netz stellten die wichtigsten Zwischenergebnisse vor. Erarbeitet wurde die betriebliche und verkehrliche Aufgabenstellung. Hinzu kam die Ermittlung des Infrastrukturbedarfs der fünf betrieblichen Varianten. Dabei untersuchte die SNCF auf französischem Gebiet als eine Kernaufgabe verschiedene Varianten für die Wiederherstellung beziehungsweise Neutrassierung der Rheinquerung, aber auch die Frage, wie die Strecke in Richtung Colmar ertüchtigt und ausgebaut werden soll. Auf deutscher Seite prüfte die DB, an welchen Stellen die bisher eingleisige Infrastruktur der Breisgau-S-Bahn zwischen Breisach und Freiburg abschnittsweise um ein zweites Gleis ergänzt werden muss, damit zusätzlich zur S-Bahn auch stündlich beziehungsweise halbstündlich durchgehende Züge bis Colmar verkehren können. Damit sollen auf deutscher Seite mit den grenzüberschreitenden Zügen und dem gezielten Schienenausbau ein zusätzliches Angebot im regionalen Bahnverkehr zur bestehenden Breisgau-S-Bahn geschaffen und mehr Stabilität in den Fahrplänen erreicht werden.

Die betrieblichen Varianten zeigen dazu unterschiedliche Möglichkeiten zur Bedienung der einzelnen Haltepunkte, zur Taktung der Züge wie auch zu den Reisezeiten auf. Die Kosten sowie die Nutzen-Kosten- Bewertung sollen zum Abschluss des Planungsauftrags des Projekts im Sommer 2023 vorgelegt werden. (mab)

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