BVG auf Kurs zur E-Mobilität

Alexander Bonk, BVG-Projektleiter (v. l.), Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, und Henrik Falk, BVG-Vorstandsvorsitzender, schlugen symbolisch den letzten Nagel in den Dachstuhl. Foto: BVG/Florian Bündig
Auf der rund 6,6 Hektar großen Fläche in Marienfelde entsteht derzeit ein laut BVG „hochmoderner Standort“ – ausgerichtet auf den Betrieb von Elektrobussen und ausgestattet mit moderner Lade- und Werkstatttechnik. Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt: „Nach seiner Fertigstellung im Jahr 2027 wird dieses neue Bus-Depot die Basisstation für rund 220 Elektrobusse sein, mit moderner Ladetechnik, IT-Anbindung und Betriebswerkstatt. Gemeinsam mit den weiteren E-Busbetriebshöfen an der Köpenicker- und der Rummelsburger Landstraße setzen das Land Berlin und die BVG hier Maßstäbe für eine emissionsärmere Zukunft.“
Seit der Grundsteinlegung im vergangenen August sind die Arbeiten auf dem Gelände erkennbar vorangeschritten. So ragt dort der fertige Rohbau des Verwaltungsgebäudes samt Anbau in die Höhe. Die Hälfte der Fenster wurde verbaut und die Dachdecker sind bereits im Einsatz. Der Rohbau der Tiefgarage ist ebenfalls abgeschlossen. Das Tragwerk der Servicehalle steht komplett, das Tragwerk der Werkstatthalle zum größten Teil. Die Hälfte aller Arbeitsgruben ist eingebaut. Auch der Bau der Ladeinfrastruktur geht voran, teilt die BVG mit. Die erste Übergabestation sei startklar, das erste Ladestationsgebäude angeliefert. „Dank der guten Zusammenarbeit mit den beiden Baufirmen sind wir voll im Plan und schon im kommenden Jahr wird hier der Betrieb losgehen. Die dafür nötigen Fahrzeuge sind schon unterwegs. Wir schlagen hier einen wichtigen Pfeiler für die Stabilität im Bussystem ein und machen deutlich, was wir auch von allen künftigen Projekten erwarten”, betonte Henrik Falk, Vorstandsvorsitzender der BVG.
Der Betriebshof bietet Platz für rund 220 Elektrobusse, die durch Pantografen auf dem Fahrzeugdach geladen werden. Dazu wird der neue Standort zu einem modernen Arbeitsplatz für etwa 180 Mitarbeitende. Wie auch auf dem neuen Depot in Treptow kommt auch auf diesem Gelände ein Betriebshofmanagementsystem zum Einsatz. Es handelt sich dabei um ein automatisiertes System, das den Einsatz der Fahrzeuge, deren Abstellung, Ladevorgänge und Serviceintervalle optimiert. Bereits derzeit betreibt die BVG mit rund 280 E-Bussen eine der größten Flotten Deutschlands. Weitere 270 E-Gelenkbusse sind bestellt. Die ersten 70 sollen noch bis zum Sommer 2026 angeliefert werden. Bis 2027 soll etwa ein Drittel der rund 1500 Fahrzeuge umfassenden Gesamtflotte elektrisch unterwegs sein. Bis 2035 soll die Flotte schrittweise auf alternative Antriebe beziehungsweise nichtfossile Antriebsenergien umgestellt werden, mit dem Ziel der vollständigen Dekarbonisierung. Mit dem neuen Betriebshof in der Säntisstraße sowie dem Betriebshof Treptow schafft die BVG die notwendigen Kapazitäten für dieses Ziel. (mab)