Bürger stimmen für Innenstadttrasse

Die Visualisierung zeigt den Abschnitt am Marktplatz von Pfullingen in der Variante Innenstadttrasse. Foto: ZRSNA

Bei einem Bürgerentscheid haben die Menschen in Pfullingen am 21. Juni 2026 gegen die vom Gemeinderat am 18. November 2025 beschlossene Führung der Regional-Stadtbahn Neckar-Alb über die alte Bahntrasse und für die Führung durch die Innenstadt gestimmt.

Laut vorläufigem Ergebnis haben bei einer Wahlbeteiligung von 49,8 Prozent 3935 Bürger mit Ja und 3646 mit Nein gestimmt. Das erforderliche Zustimmungsquorum von 20 Prozent der Wahlberechtigten wurde erreicht. Der Bürgerentscheid ist für die Stadt bindend. Nunmehr muss die Innenstadttrasse der weiteren Planung der Regional-Stadtbahn Neckar-Alb zugrunde gelegt werden; gleichzeitig werden die Beschlüsse des Gemeinderats ersetzt.

Prof. Dr. Tobias Bernecker, Geschäftsführer des Zweckverbands Regional- Stadtbahn Neckar-Alb bezeichnete den Bürgerentscheid als „gelebte Demokratie“. Man habe aus den vielen Gesprächen mit Bürgern auch viele Vorschläge mitgenommen. Vor allem gebe es nun eine „klare Grundlage für die nächsten Schritte“, womit der Trassenfindungsprozess abgeschlossen sei. Abschließend legt nun die Verbandsversammlung des Zweckverbands Regional-Stadtbahn Neckar-Alb (ZRSNA) unter Berücksichtigung der Voten aus den Echaztalgemeinden und des Landkreises Reutlingen den Trassenverlauf der Regional-Stadtbahn zwischen Reutlingen und Engstingen endgültig fest. Daraufhin kann die Vorplanung (Leistungsphase 2) für die Reaktivierung der Echaztalbahn abgeschlossen werden.

Kurz zuvor hatten die Projektpartner außerdem über den Zeit- und Umsetzungsplan für die Elektrifizierung der Zollern-Alb-Bahn Tübingen–Hechingen–Balingen–Albstadt–Sigmaringen für die Regional-Stadtbahn informiert. Danach kann der elektrische Betrieb dort ab spätestens 2038 aufgenommen werden. Die Realisierung soll in vier Abschnitten erfolgen, um die Einschränkungen im Betrieb zu minimieren. Auch sollen bereits vorab verschiedene Maßnahmen durchgeführt werden. Die Kosten für Ausbau und Elektrifizierung der Zollern-Alb-Bahn von Tübingen bis Albstadt sind mit Preisstand 2026 auf 1,503 Mrd Euro veranschlagt. Für den Abschnitt Albstadt–Sigmaringen geht man von Kosten in Höhe von 200 Mio Euro aus. Es wird eine Bundesförderung erwartet. (FM)

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