Wie Assistenzsysteme Straßenbahnen sicherer machen

Neue Fahrerassistenzsysteme sollen Straßenbahnfahrern helfen, gefährliche Situationen frühzeitig zu erkennen und Unfälle zu vermeiden. Das teilt das österreichische Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur mit.

Das AIT Austrian Institute of Technology hat dazu gemeinsam mit dem Bahntechnikunternehmen Alstom und Mission Embedded ein Fahrerassistenzsystem namens ODAS entwickelt. Mithilfe von Kameras und Sensoren erkennt das System Hindernisse auf oder neben den Gleisen, bewertet das Kollisionsrisiko in Echtzeit und warnt das Fahrpersonal, wenn eine Gefahr besteht.

Aufbauend auf dieser Technologie wurde das System COMPAS entwickelt. Es unterstützt Fahrer zusätzlich mit einer integrierten Geschwindigkeitsüberwachung und ermöglicht die digitale Kartierung von Straßenbahnstrecken. Die gesammelten Daten können genutzt werden, um den Zustand der Infrastruktur zu dokumentieren und den Betrieb langfristig effizienter zu gestalten.

Die Entwicklung geht inzwischen noch einen Schritt weiter. Das Forschungsteam arbeitet an einer KI-gestützten Erweiterung, die Verkehrssituationen automatisch einordnen und Schäden oder Unregelmäßigkeiten an der Infrastruktur erkennen soll. Damit könnten Wartungsarbeiten künftig gezielter geplant und potenzielle Gefahren früher identifiziert werden. (jb)

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