MVG testet autonomen Midibus

Ingo Wortmann (re.) und Veit Bodenschatzbei der Präsentation des neuen Fahrzeugs; Quelle: MVG
Das Fahrzeug vom Typ e-ATAK des Herstellers Karsan ist 8 m lang, kann bis zu 52 Fahrgäste befördern und kommt mit einer Ladung laut Herstellerangabe bis zu 300 km weit. Für einen sicheren Betrieb ist der Bus mit modernen Sensoren sowie einem Selbstfahrsystem von ADASTEC, einem Technologiepartner für autonome Fahrsysteme, ausgerüstet. MVG-Chef Ingo Wortmann: „Im Rahmen unserer strategischen Partnerschaften wollen wir den autonomen Personennahverkehr in den nächsten Jahren auf- und mit mehreren hundert Fahrzeugen ausbauen. Daher beobachten wir die Entwicklungen am Markt sehr genau. Zwei Faktoren spielen dabei eine entscheidende Rolle: Wirtschaftlichkeit und Praxistauglichkeit.“ Vor diesem Hintergrund schaue man sich automatisierte Fahrzeuge verschiedener Größen und Hersteller an, die ÖPNV-Standards erfüllen.
MVG-Buschef Veit Bodenschatz erklärt: „Wir testen den Midibus, um praktische Erfahrungen mit automatisierten ÖPNV-Fahrzeugen zu sammeln. Dabei wollen wir vor allem die Leistungsfähigkeit und die Zuverlässigkeit einschätzen. Im Fokus steht dabei zum einen die Sensorik, die andere Verkehrsteilnehmer sicher erkennen muss.“ Zudem prüfe man die Lokalisierung und die Entscheidungslogik in komplexen Fahrsituationen, wenn es etwa darum gehe, die Spur zu wechseln oder abzubiegen. Das Fahrzeug ist bereits seit dieser Woche auf einer Strecke im Betriebsgelände der SWM/MVG unterwegs. Noch bis Ende dieser Woche werden die betrieblichen Aspekte geprüft. Die gesammelten Daten werden anschließend ausgewertet und fließen in die weiteren Planungen und Entwicklungen automatisierter Verkehre ein. (mab)