Bekenntnis zu autonomen Bussen

Zwischenzeitlich waren in der schwedischen Stadt drei autonome Fahrzeuge unterwegs; Foto: Transdev
Nachdem „Busse“ und „Rulla“ zunächst auf einer festen Strecke unterwegs waren, zwischenzeitlich Verstärkung durch ein drittes Fahrzeug bekommen hatten und später auch bedarfsgesteuert angefordert werden konnten, musste der Betrieb Ende vergangenen Jahres eingestellt werden, weil der französische Bushersteller EasyMile den Support für die Software der Busse eingestellt hat. Nachdem das Tilväxtverket – die Behörde für wirtschaftliches und regionales Wachstum – 8,8 Millionen SEK (820.000 Euro) Unterstützungsmittel aus dem europäischen regionalen Entwicklungsfonds genehmigt hatte, haben die Beteiligten des Projekts „Ride the Future“ – Transdev, das Akademische Haus, die Gemeinde Linköping, die Universität Linköping, der Verkehrsverbund Östgötatrafiken, das Forschungsinstitut für nachhaltiges Wachstum RISE und das Staatliche Forschungsinstitut für Straßen und Verkehr – beschlossen, dass in Linköping vier weitere Jahre autonome Busse fahren.
Dabei soll, so die Planung, das Einsatzgebiet ab dem 1. September 2026 auf Djurgården und Teile von Lambohov erweitert werden. Vermutlich werden die Busse sowohl auf einer festen Linie als auch anrufgesteuert fahren. Es sollen auch größere Busse zum Einsatz kommen. Sie können mit oder ohne Fahrer fahren. Das Lidar-System soll mit Kameras ergänzt werden. In zwei Jahren sollen die Busse ohne einen sicherheitshalber an Bord befindlichen Fahrer eingesetzt werden. Dann soll der Verkehr auch auf späte Abend- und frühe Morgenstunden ausgeweitet werden und möglicherweise sogar rund um die Uhr erfolgen. Nach Angaben von Christian Moinstein, Bereichsleiter Innovation bei Transdev, gibt die Verlängerung „uns die Möglichkeit, nicht nur autonome Fahrzeuge, sondern auch verschiedene Lösungen in den Bereichen Elektrifizierung, Fahrerassistenzsysteme und Digitalisierung in einer kontrollierten und sicheren Umgebung zu testen“. (hz)