Medienbericht: DB will Fahrplan pünktlichkeitshalber ausdünnen
Das berichtet der Tagesspiegel unter Verweis auf eine Mitteilung der DB an Mitglieder des Verkehrsausschusses des Bundestages. Darin hieße es: „Kundinnen und Kunden aller Bahnen in Deutschland im Personen- und Güterverkehr sollen schnell spürbare, höhere Verlässlichkeit erleben“. Die Kommission soll der Zeitung zufolge folgendermaßen besetzt sein:
- Pas Bakker, Kapazitätsmangementszuständiger beim niederländischen Infrastrukturbetreiber ProRail
- Enak Ferlemann, früherer CDU-Bundestagsabgeordneter und Bahnbeauftragter der Bundesregierung, derzeitig DB InfraGo-Aufsichtsrat
- Peter Füglistaler, ehemaliger Direktor des Bundesamts für Verkehr (BAV), Schweiz
- Ludolf Kerkeling, Vorstand der Havelländischen Eisenbahn AG
- Uwe Lahl, früherer Amtschef im Verkehrsministerium von Baden-Württemberg
- Kirsten Lühmann, frühere SPD-Bundestagsabgeordnete
- Thomas Prechtl, ehemaliger Präsident des Bundesverbandes Schienennahverkehr (BSN)
- Bernhard Wewers, ehedem Vorsitzender der Landesanstalt NAH.SH.
Enak Ferlemann zitiert der Tagesspiegel so: „Mit der Kommission wollen wir den Menschen die Wahrheit sagen: Angesichts des Zustands fahren auf unseren Gleisen viel zu viele Züge“. Die SMA und Partner AG soll für die Kommission im ersten Schritt ermitteln, wie viel Zugverkehr das deutsche Schienennetz in seinem aktuellen Zustand verkraften kann. Darauf aufbauend will die Kommission konkrete Vorschläge unterbreiten, wie man mit weniger Zugverkehr die Pünktlichkeit verbessern kann, etwa, so Ferlemann, nur noch Stunden- statt 30-Minutentakt im Fernverkehr zwischen Berlin und Hamburg. Es sei den Menschen nämlich lieber, „wenn weniger Züge unterwegs sind, diese aber pünktlich fahren“. (bm)