Alstom und DB rangieren eine S-Bahn per Fernlenkung
Europas größter Bahnkonzern Alstom hat gemeinsam mit der Deutschen Bahn (DB) erstmals einen Nahverkehrszug von einem Fernsteuerungszentrum aus gesteuert. Dies sei der erste kundenbetriebene Testlauf für ferngesteuertes Fahren eines Nahverkehrszugs in einer realen Depotumgebung in Deutschland gewesen, teilte Alstom mit.
„Diese Technologie bringt den Führerstand zum Betreiber im Kontrollzentrum und optimiert jede Bewegung im Depot. Wir schätzen die Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn und ihr Vertrauen, diesen Testlauf gemeinsam mit uns durchzuführen“, sagt Aymeric Sarrazin, President Digital & Integrated Systems bei Alstom.
Harmen van Zijderveld, Vorstandsmitglied der DB-Gruppe für Regionalverkehr ergänzte: „Das Rangieren von Zügen per Fernsteuerung kann die Arbeitsbelastung unserer Mitarbeiter reduzieren und die Prozesse in unseren Depots erheblich beschleunigen. In nur vier Monaten haben wir das Testsystem auf die Schiene gebracht: vom lokalen 5G-Netz über die Leitstelle bis hin zur Technologie im Zug. Das beweist, dass technische Innovationen auch mit bestehenden Fahrzeugen realisiert werden können.“
Den Test sieht Alstom als "wichtigen Schritt in Richtung der möglichen Entwicklung eines zukünftigen Prototyps und ein Meilenstein für einen effizienten und digital gestützten Betrieb in Depotumgebungen" an. Das Fernfahren soll die Bewegungen im Depot schneller und effizienter machen, indem es dem Bediener eine direkte digitale Steuerung ermöglicht. (gk)