Neuer Mobilitätsdienst für Stuttgart
Am 1. Juni startet das neue Angebot der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB): SSB Flex bündelt Fahrtwünsche und ermöglicht so flexible Fahrten zusätzlich zum Nahverkehrsangebot.
Der Mobilitätsservice, für den das Verkehrsunternehmen und die Moovel Group kooperieren, ermöglicht es, Fahrten mit der App SSB Flex zu buchen. Das Angebot ist laut SSB bundesweit der erste On-Demand Service, der mit einer Liniengenehmigung nach dem Personenbeförderungsgesetzbetrieben wird. Als Vorbereitung diente der Flex Pilot von Moovel.
SSB Flex wird montags bis samstags von 6 bis 21 Uhr und donnerstags bis samstags zusätzlich von 21 bis 2 Uhr des Folgetages in Teilen Bad Cannstatts und Degerlochs angeboten. Donnerstags bis samstags von 21 Uhr bis 2 Uhr des Folgestages ist SSB Flex zusätzlich in der Innenstadt nutzbar. Zu diesen Zeiten nimmt dort die Taktfolge des ÖPNV ab. Die SSB setzt eine Flotte von zehn Fahrzeugen ein. Es handelt sich um Mercedes-Benz V-Klassen mit je fünf Sitzplätzen im Fond und Mercedes Benz B-Klassen mit elektrischem Antrieb, die drei Sitzplätze im Fond bieten.
Voraussetzung für die Nutzung ist die SSB-Flex-App. Die Kunden hinterlegen einmalig ihre Daten und Zahlungsinformation. Fahrten können via App über Kreditkarte oder Paypal bezahlt werden. In der Anwendung lokalisiert die App den Standort des Fahrgasts und zeigt mögliche Verbindungen zum Ziel an. Berücksichtigt werden neben SSB Flex auch Fahrmöglichkeiten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln im Gebiet des Verkehrs- und Tarifverbunds Stuttgart (VVS) und alle so möglichen Kombinationsmöglichkeiten mitsamt den verbundenen Kosten und einer zeitlichen Prognose.
Nach der Buchung zeigt die App dem Kunden an, wo das Flex-Fahrzeug sie aufnimmt. Die App nennt das Kennzeichen des Flex-Fahrzeugs. Der Fahrer erhält ebenfalls die Information, wie er zum Abholpunkt gelangt und welcher Kunde mit welcher Anzahl an Begleitern dort wartet. Die Fahrgäste steigen zu und am vorgesehenen Ausstiegspunkt in der Nähe ihres Ziels wieder aus. Teilen bereits Fahrgäste die Tour oder melden sich unterwegs noch an, werden weitere Stopps eingelegt oder die Route angepasst.
Inhaber von VVS-Tagestickets oder VVS-Zeitkarten können in der App angeben, für welche Zonen ihre Tickets gültig sind. Gilt die Fahrkarte für die Zeit und das Gebiet, in dem sie SSB Flex nutzen möchten, sinkt der Fahrpreis um etwa 1 Euro. Zudem gilt die Fahrkarte für den Teil der Fahrt, der mit VVS-Verkehrsmitteln zurückgelegt wird. (mab/NaNa)