REVG rüstet auf digitale Haltestellen um

Die Modernisierung der Haltestellen im Rhein-Erft-Kreis läuft: In der ersten Baustufe werden derzeit 500 Haltestellenstelen und -masten schrittweise mit digitalen Fahrgastinformationssystemen ausgestattet.

Die Arbeiten sollen bis November 2026 abgeschlossen sein. Im Anschluss soll das Projekt möglichst nahtlos in weiteren Ausbaustufen fortgeführt werden. Insgesamt ist beabsichtigt, bis zu 1400 Haltestellen digital umzurüsten. Dabei werden die bestehenden Anlagen durch neue Masten und moderne Haltestellenschilder („Wing Easy“) ersetzt. Gedruckte Fahrpläne auf Papier gehören damit der Vergangenheit an. Solarbetriebene 13-Zoll-Anzeiger liefern alle relevanten Fahrgastinformationen. Die Gehäuse sind wetterfest und sollen vor Vandalismus geschützt sein.

Über vier Funktionstasten können Fahrgäste die Live-Abfahrtszeiten, Tarifinformationen sowie Meldungen zu betrieblichen Änderungen wie Umleitungen oder Störungen abrufen. Die integrierte Text-to-Speech-Funktion liest auf Anforderung die nächsten Abfahrtszeiten vor. Aktualisierungen bei Fahrplanwechseln erfolgen in Zukunft zentral.

Bis zur Jahresmitte ist die Anbindung an das Modulare Warnsystem (MoWaS) vorgesehen. Informationen zu akuten Gefahren- und Warnmeldungen können zum Beispiel bei Unwetterlagen, Großbränden oder Bombenentschärfungen erfolgen. Ziel ist es, sofort Aufmerksamkeit zu erzeugen und der Bevölkerung erste klare Handlungsempfehlungen an die Hand zu geben.

Das Projekt hat ein Kostenvolumen von 9 Mio Euro. Für die erste Baustufe wurde ein Förderantrag bei go.Rheinland gestellt. (mab)

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